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Ausflug der Frauenhilfe Durch Wiesen, Wälder und Auen ...

….entlang der Autobahn fuhr am 31. August ab 11 Uhr ein vollbesetzter Bus, der die Insassen aus dem Land Brandenburg zur Stadt Brandenburg brachte. Die Großbeerener Frauenhilfe hatte zum Ausflug geladen. Schon beim Einsteigen achteten die Leiterin der Denksportgruppe Frau Füßel und der Omnibusfahrer darauf, dass jeder Hilfe bekam, der sie benötigte. Frau Füßel hatte diesen Tag mit großer Einsatzfreude schon eine lange Zeit vorher organisiert. Um es vorneweg zu sagen, es war ihr ausgezeichnet gelungen. Die Denksportgruppe wartete fast vollzählig am Großbeerener Pfarrhaus und alle freuten sich, dass auch Herr Pfarrer Manntz an der Reise teilnahm. Gegen 12 Uhr war die erste Haltestelle an der Havel erreicht. Gemeinsam kletterten wir auf das Boot „Havelfee“ und konnten die Brandenburger Natur per Schiff erkunden. „Die Havel ist ein aparter Fluss“, behauptete Theodor Fotane. Er hatte Recht damit. Verträumte Ortschaften grüßten, Schwäne wurden bewundert. Kaffee und Kuchen stillten den ersten Appetit hervorragend. Dann wartete der Bus wieder und weiter ging es Richtung Stadt Brandenburg.

Brandenburg an der Havel, in alten Zeiten auch Brennabor genannt, war einst Sitz und Festung des slawischen Stammes der Heveller. Heinrich I. eroberte diese. Brandenburgs Geschichte hatte einen kämpferischen Beginn. Uns führte der Weg zum Dom St. Peter und Paul; 850 Jahre alt wurde er in diesem Jahr. Er erlebte Umbrüche und Neuanfänge. 1165 war Baubeginn. Die erhaltene romanische Bauplastik sowie Kunstwerke zeigen, dass es im Brandenburgischen schon damals ausgezeichnete Handwerker und Künstler gab und heute noch gibt. 2014 war eine Sanierung des Doms abgeschlossen – ein Wahrzeichen der Stadt.

Wir betraten dieses ehrwürdige Gebäude voller Achtung, aber auch Neugierde. Als alle auf den Bänken Platz genommen hatten, erlebten wir Überraschung pur: Orgelmusik. Der Organist war erschienen und begleitete den Gottesdienst musikalisch.

Herr Manntz hielt eine kurze, inhaltsvolle Ansprache. Er ermahnte, immer einen humanen Lebensweg zu gehen. – In Gedanken versunken gingen wir dann wieder zum Bus. Der brachte uns wieder zurück ins Land Brandenburg: hin zur Kürbisausstellung in Klaistow. Kürbisse über Kürbisse, große, kleine, blaue, graue, grüne, orangefarbene, es ist bestaunenswert, was die Natur uns schenkt. Im Lokal gab es natürlich Kürbisspeisen. – Schließlich brachte uns der Omnibusfahrer wieder sicher zurück in die heimatlichen Gefilde.

Diesen Tag werden wir bestimmt nicht so schnell vergessen. Frau Füßel, Sie haben uns durch Ihren Einsatz gezeigt, wie schön und interessant unsere Heimat ist. Dafür ein ganz großes Dankeschön! Dank auch Ihnen, Herr Manntz, dass Sie das alles so gut unterstützt haben. – Aus der Vergangenheit ist gut für die Gegenwart zu lernen.

Ingrid Neblung

Kirche zum Siegesfest – Herzlichen Dank!

Ausstellung ,Eine-Welt-Stand, Freiluftgottesdienst, Freiluftkaffee, Früh-schoppen, Gemeindeschwesterprojekt, Grillstand, Kirchenführungen, Konzert, Kreativstand, Tombola und Trödelbasar, so hießen in alphabetischer Reihenfolge unsere Angebote zum 202. Siegesfest. 55 Kuchen wurden gebacken und waren sehr schnell verkauft. Sieben Pfund Kaffee wurden getrunken. Wieder waren am Sonnabend und am Sonntag etwa 40 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, um abzuwaschen, zu verkaufen, Stände auf- und abzubauen und zu betreuen. Ohne deren Hilfe wäre das alles nicht möglich. Auch ohne die vielen Bäckerinnen und Bäcker sähen wir alt aus. Und auch der wirklich intensive Einsatz unserer Mitarbeiter muss hier einmal Erwähnung finden. Das alles zusammen ermöglicht unseren Beitrag zum Siegesfest als Pfarrsprengel. Darum will ich hier an dieser Stelle herzlich danke sagen. Zum einen, weil wir auf diese Weise ca. 2.300 Euro für unser Bosnienprojekt erwirtschaftet haben. Zum anderen aber, weil wir durch dieses Engagement einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in unserem Ort leisten. Das Siegesfest ist das Fest unserer Kommune. Ich bin froh, dass wir diese Tradition pflegen, auch und gerade durch eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Lassen Sie mich an dieser Stelle unseren direkten Partnern danken: der Kommune und ihrem Festausschuss, der Freiwilligen Feuerwehr und ihrem Förderverein, dem Kulturverein und dem Gemischten Chor Großbeeren. Aber auch darüber hinaus ist es ein Freude zu sehen, wir sich die Vereine einbringen, wobei ich die Treckerfreunde Kleinbeeren ausdrücklich erwähnen möchte. Ihr Umzug war beeindruckend! Und ich will an dieser Stelle auch die historischen Truppen erwähnen, die durch ihre Leidenschaft für die Geschichte zum Kern des Festes gehören. Zumal sie damit nach meinem Verständnis die heutzutage entscheidende Botschaft des Siegesfestes erzählen: Aus Feinden können Freunde werden.

Das Fest ist vorüber. Freude und Ausgelassenheit hatten ihren Ort ebenso wie Nachdenklichkeit und die Bitte um Frieden. So haben wir ein Jahr Zeit um wieder Kräfte zu sammeln und vielleicht neue Ideen zu entwickeln. Neue Ideen, wie wir die Nachricht von der Versöhnung alter Gegner noch eindrücklicher zum Ausdruck bringen können. Und vielleicht sind 2016 auch Sie wieder mit dabei. Das wäre schön, finde ich.

Pfarrer Christian Manntz

…er schuf sie gut, er schuf sie schön

In einem Lied heißt es: Gott hat uns diese Erde gegeben, er schuf sie gut, er schuf sie schön. In diesen Tagen fällt es uns oft schwer, daran zu glauben, dass unsere Welt noch gut und schön ist, Terror, Krieg und Unfrieden herrschen auf ihr. Doch es gab den 6.7.15. Wegen der großen Sommerhitze fand der Gottesdienst zum Gemeindefest in der kühlen Kirche statt. Wir saßen dort und ich war verzaubert von den Kindern des Kinderbibeltages, die doch eindrücklich zeigten, wie schön Gott unsere Erde erschaffen hat. Ja, er hat uns diese Erde schön und gut überlassen, nun sind wir gefordert, dass sie es bleibt und wieder wird.

Auch wenn wir auf viele Dinge der Weltpolitik keinen Einfluss nehmen können, hier in Großbeeren kann jeder einzelne etwas tun. Wie gut das funktioniert, zeigte die Teilnahme der Flüchtlinge an unserem Gemeindefest. Fiel es vielen auch sichtlich schwer, über ihre Geschichte zu erzählen, so waren sie mutig und ließen uns teilhaben. Danke dafür. Nach leckerem Kuchen und Kaffee konnten wir noch die Band „Taktlos“ genießen. Auch sie ist ein Zeichen, wie schön diese Welt ist. Sie schafften es, die Leute mitzureißen und bei „Smoke on the water“ gab es auf den Stühlen kein Halten mehr.

Ich möchte allen Danke sagen für diesen schönen Tag, an dem unsere Erde wirklich schön und gut war in Großbeeren.

Annette Bernard

Singkreisfahrt 2015

Am 12.06.2015 gingen die Sängerinnen und Sänger des Singkreises mit einigen Gästen vom Marienfelder Singkreis wieder auf Tour. Inzwischen schon zum fünften Mal fuhren wir mit drei Kleinbussen nach Jauernick ins St. Wenzeslausstift. Wir wurden mit einem guten Mittagessen empfangen und konnten die Zeit bis zum Kaffee für eine kleine Mittagsruhe oder einen Spaziergang durch den Ort bis zum Kreuzberg nutzen. Von dort bot sich in diesem Jahr ein ungehinderter Ausblick auf die Landeskrone, Görlitz und das Lausitzer Land, denn die hochgewachsenen Sträucher waren eingekürzt worden und dadurch der Blick wieder frei. Am Nachmittag besuchten wir eine interessante Fotoausstellung in ungewöhnlichen Räumen. „Görlitz – Auferstehung eines Denkmals“ stellt in ehemaligen Produktionshallen großformatige Aufnahmen von historischen Gebäuden der Stadt aus den 80er Jahren aktuellen Aufnahmen gegenüber. Der Dresdner Fotograf Jörg Schöner hat damit eindrucksvoll die große Leistung der Sanierung der Altstadt von Görlitz dokumentiert. Den ersten Ausflugstag ließen wir mit Gesang am Lagerfeuer ausklingen.

Am Sonnabend fuhren wir nach Bischofswerda. Während einer Stadtführung besuchten wir die evangelische und die katholische Kirche, die uns an diesem sonnigen, sehr warmen Tag angenehme Abkühlung boten. In beiden Kirchen wurden wir vom Pfarrer begrüßt und erfuhren Interessantes über die Geschichte des Bauwerks, der Gemeinde und über das Gemeindeleben. Unser Stadtrundgang endete auf dem Marktplatz, wo gegenüber des heutigen Rathauses die Grundmauern eines Vorgängerbaus freigelegt wurden und zu besichtigen sind. Ein nicht ganz unumstrittenes Metallgerüst erinnert an den Turm des ehemaligen Rathauses. Zum Mittagessen kehrten wir in der Berggaststätte auf dem Butterberg am Rande von Bischofswerda ein. Dort hatten wir auch Gelegenheit zu einem Spaziergang, einer Rast im Schatten und dem Aufstieg auf den Turm der Gaststätte. Alle, die trotz der großen Hitze die vielen Stufen bis zur Aussichtsplattform des Turms nicht scheuten, wurden durch einen schönen Ausblick belohnt. Am Abend gab es dann doch eine Abkühlung durch einen Gewitterregen. Der Regen hielt das Team vom Wenzeslausstift jedoch nicht davon ab, wie geplant für das Abendbrot zu grillen. Nach dem Grillbüfett sangen wir in gemütlicher Runde im Gartenhaus.

Wie schon am Vortag trafen wir uns am Sonntagmorgen vor dem Frühstück zu einer Andacht. Wir verabschiedeten uns vom Herbergsleiter, Herrn Rudolph, und seinen Mitarbeitern, die uns wieder herzlich willkommen geheißen hatten und uns an diesem Wochenende rundum gut versorgt und verwöhnt haben. Auf unserem Heimweg machten wir Station in Bad Muskau. Dort besuchten wir die Fürst-Pückler-Ausstellung im Schloss des Parks. Wir erfuhren Interessantes über Leben und Arbeit des Fürsten, der vor allem ein großer Gartenkünstler war, sich aber auch als Schriftsteller und Frauenheld hervorgetan hat. Die Besucher des 21. Jahrhunderts profitieren von den künstlerischen Fähigkeiten Pücklers beim Spaziergang durch den Park, aber auch am Liebesbrief-o-mat. Dieser Automat erstellt je nach individueller Situation und Stimmungslage einen Liebesbrief im Stile Pücklers, mit dem man seinen Schatz erfreuen kann. Gegen 16.00 Uhr sind wir nach drei erlebnisreichen schönen Tagen wieder wohlbehalten in Großbeeren angekommen. Alle Mitreisenden danken Barbara Matthies für die Organisation der Tour und den Fahrern, Lothar Matthies und Lothar Bürger für ihren Beitrag zum Gelingen der Reise. Und auch dieses Mal freuen wir uns auf das nächste Jahr……

Für den Singkreis, Ina Banholzer

Die Gruppe "Aufwind" bewies: Musik ist ein starkes Bindeglied

Die Schinkelkirche in Großbeeren konnte am Nachmittag des 31. Mai den Zuhörerstrom kaum fassen. Anziehungspunkt waren die Musiker der Gruppe: „Aufwind“, die mit jiddischer Volksmusik und Klesmerklängen aufwartete. Dazu muss man wissen, dass sich die Musik des jüdischen Volkes in ihrer Entwicklung über einen Zeitraum von 3000 Jahren erstreckt. Sie ist hier leider weniger bekannt, denn in den Jahren des Nationalsozialismus war es verboten sie zu spielen. Während des Holocaust gab es aber im KZ Auschwitz ein jüdisches Mädchenorchester und ein jüdisches Männerorchester.

Doch die großen jüdischen Komponisten der vorherrschenden Kunstmusik, wie z. B. Felix Mendelsohn-Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und Kurt Weitt, der 1933 in die USA ging, waren und sind nicht vergessen. Die jidiische Volksmusik entwickelte sich im 15. Jahrhundert in den Familien, um 1960 wurde diese Richtung auch in Europa bekannt.

Die Gruppe „Aufwind“ ist ein ausgezeichneter Vermittler. Claudia Hoch- Gesang, und Violine-, hat eine einfühlsame Stimme; Hardy Reich - Gesang, Banjo, Mandoline; Andreas Rohde- Badonion, Gesang; Jan Hermerschmidt - Klarinette, Flöte, Gesang; Janek Skirechi – Bass, Gesang; sie alle sind hervorragende Solisten.

Die Klesmermusik ist Instrumentalmusik, die von fahrenden Musikanten einst gespielt wurde. Dadurch gab es auch Kontakte zu Romas. Die jiddische Volksmusik sowie die Klesmermusik erlebten in den letzten Jahren eine Renaissance. Die Gruppe „Aufwind“ trug dazu bei. Die Künstler geben dadurch einen großen Beitrag zur Völkerverständigung, zur Freundschaft zwischen den Menschen in Israel und Deutschland.

„Wollen wir in Frieden leben, muss der Frieden aus uns selbst kommen“, lehrte schon Jean-Jacques Rousseaú im 18. Jahrhundert. Musik ist ein starker Beitrag diesen Frieden in uns zu finden.
Ein Riesenbeifall war das Dankeschön der Konzertzuhörer. So gab es zur Freude der Anwesenden noch etliche Zugaben. Manch einer ging ergriffen und nachdenklich heimwärts. – Die Gruppe „Aufwind“ wünschen wir weiterhin viel Erfolg. Es kann nur gesagt werden, sie alle sind große Musiker!

Ingrid Neblung

Das war ein großes Erlebnis!

Musik zum Träumen und Genießen wurde am 21. März in der Schinkelkirche Großbeeren geboten. Im Zuhörerkreis befanden sich auch eine ganze Reihe Angehörige der Denksportgruppe. Alle waren von dem sehr gut besuchten Konzert tief beeindruckt. Wer kannte auch schon mittelalterliche Musikinstrumente, wie z. das Hümmelchen oder das Gemshorn? Die hervorragenden Musikschaffenden Jutta Berghausen – mit Altsaxophon und Orgel, Bernd Dehmel, Trompeten, sowie Harald Berghausen, auch an der Orgel, am Klavier, mit Hümmelchen und Gemshörnern, zogen mit ihren Darbietungen jeden in ihren Bann.

Harald Berghausen schaffte das ganz besonders mit der kleinen Flöte, nach mittelalterlichem Vorbild aus einem Kuhhorn erarbeitet. Er zauberte förmlich eine regelrechte Klangfülle daraus hervor.

Mit dem „Irish Song Set“ endete unter großem Beifall dieses ganz besondere, große Erlebnis. – Wir werden es bestimmt nicht vergessen.

Dank allen, die es uns ermöglicht haben, diese drei hervorragenden Solisten kennenzulernen!

Ingrid Neblung

Ein kultureller Höhepunkt

Das Konzert des Jungen Kammerorchesters Reinickendorf am 23. November 2014 in der Schinkelkirche war ein großes Ereignis. Zum Zuhörerkreis der sehr, sehr gut besuchten Veranstaltung gehörte auch eine Anzahl Angehöriger der Denksportgruppe. Barocke, klassische und romantische Musikstücke zogen alle intensiv in ihren Bann. Die gute Akustik der Kirche bot eine gute Grundlage. In der großen Pause fand zwischen den Denksportlern ein Gedankenaustausch statt, der zeigte: In der Gruppe sind vielfältige Interessen vorhanden, die gut zum Tragen kommen.
W.A. Mozarts Bläserserenade KV 388 nach der großen Pause war für die Denksportler besonders beeindruckend. Sie wurde äußerst einfühlsam gespielt. Das Innenleben eines jeden wurde sehr positiv angesprochen.
Ein riesiges Lob geht an die Organisatoren! Dank dem Jungen Kammerorchester Reinickendorf für die großartigen musikalischen Darbietungen. Übrigens: Der Leiter Jürgen Mittag ist ganz große Klasse!
Die Denksportgruppe

Wir waren Ballonpaten - Lichtgrenze - 25 Jahre Mauerfall

Viele Menschen haben die Feierlichkeiten zum Jubiläum des Mauerfalls am 09.11.2014 in Berlin miterlebt oder im Fernsehen verfolgt und noch in guter Erinnerung. 25 Ballonpaten aus unserer Gemeinde und ihre Freunde und Familienmitglieder, die sie zur Lichtgrenze begleitet haben, werden diesen Tag und die Atmosphäre bei der Ballonaktion nicht so schnell vergessen. Ende August machte Barbara Matthies den Mitgliedern des Singkreises den Vorschlag, an der Lichtinstallation teilzunehmen. Ohne den Fall der Mauer hätten wir uns nie so zusammengefunden. Gerade der Singkreis und auch unsere Gemeinde insgesamt hatten daher am 09.11.14 Grund zum Feiern. Wir konnten das Zusammenwachsen von Ost und West feiern. Von diesen Gedanken und der geplanten Aktion waren alle begeistert. So haben sich im September 25 Menschen aus dem Singkreis und aus unserer Gemeinde im Internet als Ballonpaten angemeldet und ihre Botschaft oder ihre Geschichte zum Mauerfall veröffentlicht. Auf der Inter-netseite fallofthewall25.com kann man die Botschaften nachlesen. Zur Vorbereitung unserer Teilnahme an der Lichtinstallation haben wir uns zweimal getroffen, uns über unsere eigenen Erinnerungen an den 09. November 1989 ausgetauscht, überlegt, welchen Beitrag wir zu den Feierlichkeiten leisten können, und alle organisatorischen Einzelheiten besprochen.
Am Sonntag, d. 09.11.14 mussten wir uns schon ziemlich zeitig an unserem Sammelpunkt bei der Bundespressekonferenz einfinden, um uns in den Ablauf der Veranstaltung und die Handhabung der Ballonstelen einweisen zu lassen. Wir bekamen dort auch Jacken, die uns als Ballonpaten kenntlich machten, Informationsmaterial, den Hebel zum Auslösen des Ballonaufstiegs und Karten für unsere Botschaften, die wir später am Ballon befestigt haben. Gut vorbereitet gingen wir nun Richtung Alexanderufer, um unsere Ballons mit den Nummern M1518 bis M1542 zu suchen. Mit uns waren schon viele Berliner und Touristen unterwegs, die an diesem besonderen Tag entlang der Linie des Mauerverlaufs spazieren gingen und sich die Lichtgrenze und die Informationsangebote dazu angesehen haben. Wir hatten jetzt auch noch Zeit dafür oder für eine kurze Pause in einem Café zum Aufwärmen. Gegen 17.00 Uhr haben wir uns wieder bei unseren Ballons getroffen, um gemeinsam zu singen. Alle Ballonpaten waren gebeten, das Fest zum Mauerfall mit eigenen Aktionen bunt zu gestalten. Für den Singkreis war es natürlich naheliegend, Lieder auszuwählen, Liedzettel vorzubereiten und für und mit den Besuchern an der Lichtgrenze zu singen. Wir waren alle erstaunt, wie gut das trotz Kälte und Dunkelheit geklappt hat. Wir waren auch unter freiem Himmel gut zu hören und viele Passanten haben nicht nur gelauscht, sondern in unsere Lieder eingestimmt. Unglaublich und beeindruckend wie perfekt „Dona nobis pacem“ als Kanon erklungen ist. In der Zeit bis zum Start der Ballons sind wir mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, die wissen wollten, wo wir herkommen, wie wir Ballonpaten geworden sind, wie wir den Mauerfall erlebt haben, die uns und ihren Kindern von eigenen Erinnerun-gen an die Zeit der Mauer berichtet haben. Kurz nach 19.00 Uhr begann der Countdown, der Streckenposten hat kontrolliert, ob alle Paten an ihrem Ballon sind und dann ab 19.20 Uhr im Abstand von wenigen Sekunden jedem Paten das Zeichen zum Ballonaufstieg gegeben. Nicht alle Ballons sind sofort problemlos gen Himmel geflogen. Manchmal hakte die Technik und es musste mit vereinten Kräften nachgeholfen werden, dass der Ballon sich doch noch lösen konnte. Vielleicht eine Parallele zum echten Mauerfall – die Mauer hat sich nicht an einem Tag in Luft aufgelöst.

26 Konfirmanden + 5 Betreuer = viel Spaß

Am letzten Herbstferienwochenende lud Pfarrer Manntz die neuen Konfirmanden zu einer Kennlernfahrt ein.
Fast alle konnten am Freitag, dem 31. Oktober, um 10 Uhr in den Reisebus steigen. Unser Ziel war das evangelische Freizeitheim Röhrsdorf bei Chemnitz.
Die Kennlernfahrt diente nicht nur dazu, dass wir uns besser kennenlernen konnten, sondern auch dafür, Gott auf verschiedene Weise wahrzunehmen. Wir ließen Gott in verschiedene „Rollen“ schlüpfen: der liebe Gott, der Gott der Gebote, der Automaten- und der Marionettenspielergott. Am Ende wurde abgestimmt, welcher Gott der Beste wäre und erstaunlicherweise (Bestechung war wohl im Spiel) siegte der Marionettengott.
In einer weiteren Aktion haben wir unsere Stärken und Schwächen auf Fußstapfen geschrieben und uns vorgestellt. Vorgestellt haben wir uns auch, wie wohl unsere Zukunft aussehen könnte.
Abends haben wir Andachten gehalten. Das war für die meisten von uns neu.
Den Samstag schlossen wir mit einem Kinofilm: „Bruce Allmächtig“.
Die Zeit verging wie im Fluge und am Sonntag nach dem Mittagessen hieß es dann schon wieder: „Alles einsteigen!“. Die Rückfahrt dauerte wegen des Ferienendes etwas länger, aber die Stimmung war gut und so konnten unsere Familien uns glücklich, zufrieden und ein wenig müde wieder in Empfang nehmen.
Noch einmal vielen Dank an Pfarrer Manntz, Barbara Matthies und das gesamte Betreuerteam, dass sie uns diese schöne Fahrt ermöglicht haben.
Josefine Gorgas und Annika Müller

Ein ganz besonderer Tag!

Der 1. September war auch für die Angehörigen der Denksportgruppe etwas ganz Besonderes. Sie kletterten gemeinsam in den am Pfarrhaus wartenden Bus, hilfreich vom Fahrer unterstützt, Richtung Potsdam ging es los.

Der Brandenburger Landtag war das erste Ziel. Viel Interessantes gab es da zu hören, wie z.B. : Als das Stadtschloss 1752 nach Plänen von Knobelsdorff erbaut, 1945 nach einem Bombenangriff zerstört, 2013 wieder aufgebaut wurde. Jetzt hat der Brandenburger Landtag, wie schon erwähnt, dort sein Domizil. Das Gebäude wurde wunderbar restauriert. Es herrschte bei allen großes Staunen.- Schließlich ging es hinüber zur Französischen Kirche. Hr. Pfr. Manntz sprach, führte dadurch mit in die Geschichte des Baues ein. Frau Minke, die Großbeerener Organistin, setzte sich dann an die restaurierte, barocke Orgel und entlockte ihr Klänge, die gemeinsam mit dem Kirchenbau eine große Einheit bildeten.- Der Weg führte uns schließlich zur Havel, aufs Schiff. „Die Havel ist ein aparter Fluss“, stellte einmal Theodor Fontane fest. Er hat damit Recht! Die Wälder an den Ufern, die die anheimelnden kleinen Ortschaften regelrecht umarmen und einige stolze Schlösser grüßten die Vorbeikommenden. Man konnte sich nicht sattsehen. Freude bereitete aber auch ein Schwan.

Danach wurde noch eingekehrt.- Der Tag hat einen großen Eindruck hinterlassen nämlich: “Wir haben eine schöne Heimat.“ –

Dank den Organisatoren und auch an Fr. Füßel, der Hauptorganisatorin, die leider nicht teilnehmen konnte an unserer schönen Fahrt.

Die Denksportgruppe

Kirche zum Siegesfest - Herzlichen Dank!

Auch in diesem Jahr haben wieder viele Menschen mitgeholfen, dass wir als Kirchengemeinde unseren Beitrag zum Siegesfest leisten konnten. Von der Ausstellung, über den Trödelmarkt, das Ponyreiten, den Grill, den Kreativstand, das Eine-Welt-Angebot, die Kirchenführungen, unser großes Freiluftkaffee mit 66 Kuchen bis hin zum Konzert am Samstagabend reichten unsere Angebote. Gefreut hat mich auch, dass der Freiluftgottesdienst am Sonntagmorgen so gut angenommen wurde. Allerdings war es schade, dass nur eine Familie die Einladung zum Einschulungsgottesdienst angenommen hat. Dafür hatten wir dann tatsächlich noch die Gelegenheit polnisches Bigosch zu kosten. Es war herzhaft und gut! Darum will ich mich an dieser Stelle herzlich bei unseren polnischen Mitbewohnern bedanken. Den Abschluss des Festes bildete wiederum unser Friedensgebet am Abend.

Auch will ich nicht unerwähnt lassen, wie gut und unproblematisch sich die Zusammenarbeit mit dem Kulturverein und dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr gestaltete. Das lässt uns für die Zukunft hoffen, denke ich.

So ziehe ich für mich ein wirklich positives Fazit nach dem 201. Siegesfest. Und wir alle können alles in allem 3.100 Euro für unser Hilfsprojekt verbuchen.

Christian Manntz

Ein Wochenende voller Überraschungen

Wir waren Anfang Juni 2013 noch nicht wieder zu Hause, da stand schon fest, 2014 fahren wir wieder nach Jauernick. Im Wenzeslausstift fühlen wir uns immer willkommen und umsorgt und in der landschaftlich herrlichen Umgebung haben wir längst noch nicht alles gesehen. Außerdem haben wir auch noch etwas nachzuholen, denn die Burgruine Oybin hatten wir nur bei Regen erlebt. Da nehmen wir 2014 einen neuen Anlauf. So der Plan – doch der Mensch denkt und Gott lenkt.

Am 23.05.2014 starteten die Mitglieder des Singkreises mit Gästen vom Marienfelder Singkreis bei bestem Wetter Richtung Oberlausitz. Nachdem wir in Jauernick angekommen und durch ein gutes Mittagessen gestärkt waren, fuhren wir nach Ostritz ins Kloster St. Marienthal. Während einer Führung über das Klostergelände haben wir viel über die Geschichte und Architektur des Klosters und das Leben der Nonnen im Zisterzienserinnenkloster erfahren. Als wir uns in der Klosterklause bei einem erfrischenden Getränk oder einer Tasse Kaffee und Kuchen stärkten, ballten sich bereits die ersten dunklen Wolken am Himmel zusammen. So fiel denn auch unser Lagerfeuer am Abend ins Wasser. Wir saßen aber trotzdem fröhlich im Gartenhaus singend zusammen.

Am Sonnabend mussten wir dann doch die „Schlechtwettervariante“ wählen, so dass wir den Oybin wieder nicht bei Sonnenschein sehen konnten. Dafür haben wir das Schmetterlingshaus Jonsdorf entdeckt und dort Schmetterlinge, Fische, Reptilien, Schlangen und Spinnen beobachtet. Dieser Ausflug in die Wüsten und Regenwälder unseres Planeten und unser Mittagessen in der Rübezahlbaude haben mehr Zeit als geplant in Anspruch genommen. So mussten wir auch am Nachmittag das Programm ändern und konnten nicht mit der Kleinbahn durch die Landschaft fahren, sondern haben der Altstadt von Görlitz einen Besuch abgestattet. Ein besonders schönes Erlebnis war die tolle Akustik in der Dreifaltigkeitskirche am Obermarkt in Görlitz, die wir und etliche Zuhörer bei unserem Gesang einiger Taizélieder genießen konnten.

Herr Rudolph, der Herbergsleiter, hatte uns gebeten, am Abend für ein Ehepaar, das mit seiner großen Familie im Wenzeslausstift seine goldene Hochzeit feierte, ein Ständchen zu singen. Dem Wunsch kamen wir gerne nach. Wir wählten ein das Segenslied „Gottes guter Segen“ aus, das zu diesem Anlass gut passte und uns zu einer weiteren Überraschung an diesem Wochenende verhalf. Das Jubelpaar freute sich über unsere musikalische Gratulation und viele Gäste stimmten in den Gesang ein, da sie das Lied kannten. Herr Rudolph kannte nicht nur das Lied, sondern auch dessen Schöpfer, der im Wenzeslausstift regelmäßig Musikworkshops abhält und wie es der Zufall wollte zudem gerade Holzskulpturen in der Görlitzer Nikolaikirche ausstellte, denn er arbeitet nicht nur als Musiker sondern auch als bildender Künstler. Gerne haben wir das Angebot von Herrn Rudolph angenommen, uns durch die Ausstellung zu führen und uns die Skulpturen von Siegfried Fietz vorzustellen. Das war ein beeindruckendes Erlebnis am Sonntagvormittag und ein gelungener Abschluss unserer Reise.

Von Görlitz aus traten wir die Heimreise an, nicht ohne bereits einen Termin für das nächste Jahr reserviert zu haben. Vielen Dank allen, die zum Gelingen unserer Tour beigetragen haben, vor allem den Kraftfahrern und Barbara Matthies für die Organisation.

Geschafft - das Spielkarussell ist eingeweiht!

Am 11. März war es endlich so weit: das Spielkarussell nahm offiziell seinen Betrieb auf. Hunderte Spiele und Spielgeräte, vom „Riesen-Mensch-ärgere-dich nicht“ über Hüpfbälle, Kettcars, Stelzen, Angelspiele, Geschicklichkeitsspiele, Torwände, Puppenküche und vieles vieles mehr können nun von allen Vereinen, Schulen, Kita´s, Gemeinden und Organisationen gegen geringe Gebühr ausgeliehen werden, um Feste und Feiern durch das gemeinsame Spiel zu gestalten.

Und welche wunderbaren Möglichkeiten sich dadurch eröffnen, konnten die Besucher des Spielfestes beim Tag des Waldes im Natursportpark Blankenfelde am 23.03.2014 selbst erleben und ausprobieren: mit über 500 Besuchern war das Fest ein voller Erfolg, unzählige Kinder probierten sich im jonglieren, Stelzenlauf, Swingcart-Fahren oder Dosenwerfen, um nur einige der Aktivitäten zu nennen. Und der Natursportpark konnte an diesem Tag seinen neuen Spielplatz „Puschels Wäldchen“ , einweihen, eine aus wunderschön gearbeiteten Hölzern gestaltete Spiellandschaft, die zum klettern und ba-lancieren einlädt. Beides zusammen bescherte uns einen schönen Nachmittag, viele zufriedene Gesichter und noch mehr Kinderlachen.

Für Informationen stehe ich gern zur Verfügung: Barbara Matthies,
0176/35 20 28 95. Oder aber Sie besuchen uns im Internet: www.spielkarussell.info

Guten Morgen das ist schön, euch mal wieder hier zu sehn

So klingt es zu Beginn eines jeden Familiengottesdienstes, so klang es auch am Sonntag, dem 30. März in unserer Kirche. „Familiengottesdienst das ist, wenn du nicht alleine bist…“, so geht es weiter im Text, und so ist es auch, denn dieses Angebot richtet sich an die ganze Familie: Vorschulkinder, Regenbogenfische-Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Eltern, Großeltern, Freunde. Gemeinsam auf Gottes Wort hören, gemeinsam beten und singen, gemeinsam einen Sonntagvormittag erleben…

Es war eine spannende Geschichte, die das KIKI-Team für uns an diesem Sonntag vorbereitet hatte: Zachäus ist der oberste Zöllner in Jericho, sehr reich und bei seinen Mitmenschen unbeliebt und gefürchtet. Er hat keine Skrupel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen und zwar mehr, als der römische Stadthalter vorschreibt, damit für ihn selbst noch genug übrig bleibt. So hat er zwar viel Geld, aber keine Freunde, hat ein großes Haus, aber keiner besucht ihn dort. Er ist einsam. Aber mit einem Mal ist er wie verwandelt und sieht die Not der Menschen um sich herum. Er entwickelt Mitgefühl, bereut seine Betrügereien und will sie rückgängig machen. Wie kommt es zu dieser Wandlung? Jesus war in der Stadt, er hatte ausgerechnet ihn, Zachäus, ausgesucht, hatte ihn angesprochen, war in seinem Hause eingekehrt…

Kindgerecht und auch für die Erwachsenen sehr eindrücklich wurde diese Geschichte zum Teil gelesen, zum Teil gespielt und ich glaube, sie hat alle Gottesdienstbesucher, ob Groß oder Klein, tief berührt. Ich finde es ist eine prima Gelegenheit, unsere Kinder so schon von klein an mit biblischen Geschichten vertraut zu machen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sie mit den Erwachsenen gemeinsam zu erleben und dann hinterher auch noch darüber sprechen zu können.
Der Gottesdienst war auch, trotz der einen Stunde, die uns durch die Zeitumstellung an Nachtruhe verloren ging, recht gut besucht. Junge Familien waren da, Großeltern mit ihren Enkelkindern, Konfirmanden saßen neben Senioren. Wann bekommt man sonst so eine Durchmischung hin? (Außer an Weihnachten oder Ostern). Keine Frage, dass die Gestaltung des Gottesdienstes und der Predigt an so einem Tag eine Herausforderung darstellt. Alle sollen sich angesprochen und mitgenommen fühlen und das war, so glaube ich, ausgesprochen gut gelungen.

Freuen wir uns also auch weiterhin auf spannende Begegnungen im Familiengottesdienst in unserer schönen Kirche.

Marie-Luise Kober

Ausflug des Kreativtreffs nach Meißen am 21. März 2014

Zu unseren 1. Ausflug starteten wir frohgelaunt morgens um 7.30 Uhr in zwei Wagen bei schönstem Wetter. Herr Rackwitz hatte sich mutig bereit erklärt, uns Weibsen zu chauffieren und uns in Meißen einen kleinen Einblick in Geschichte und Architektur zu geben. Außerdem nahm er es in die Hand, für uns alle ein schönes Restaurant zu finden, nach dem der geplante Gasthof auf dem Weg nach Meißen wegen Umbaumaßnahmen geschlossen war und wir etwas ratlos waren.

Auf dem Weg nach Meißen besuchten wir einen Handarbeitsladen, der sich auf Patchwork spezialisiert hat. Die Anzahl und die Qualität der Stoffe waren eine Augenweide und das kleine, mehrere 100 Jahre alte Gebäude, das vom Keller bis zum Dachboden vollgestopft ist, zu erkunden gab einen Hauch von Abenteuer.

In Meißen angekommen besichtigten wir das Museum der Porzellanmanufaktur und nahmen an einer Führung teil. Da uns danach der Hunger drückte, spazierten wir in die Innenstadt, wo wir eine der drei von Herrn Rackwitz ausgesuchten Gaststätten überfielen. Auf der nach hinten gelegenen sonnigen Terrasse mit Blick auf die Triebisch aßen wir sehr gut zu Mittag.

Danach ging es weiter durch die Altstadt mit Ziel auf den Dom zu, vorbei an alten Häusern mit kleinen Geschäften, die zum Schaufenstergucken (und einkaufen) einluden.

Der Aufstieg zum Dom über 111 Stufen war zu schaffen, hätte jedoch auch gemütlich über einen modernen Fahrstuhl vorgenommen werden können. Die Dombesichtigung gelang uns, obwohl wir etwas zu spät für den letzten Einlass erschienen waren. Nach dem Verlassen des Doms wärmten wir uns erst einmal in der warmen Sonne auf, um dann eine kleine Konditorei aufzusuchen.

Durch Kaffee und Kuchen gestärkt, machten wir uns auf den Heimweg. Erst auf der Autobahn fing es an zu regnen. In Großbeeren empfing uns stürmisches und nunmehr kaltes Wetter.

Ina Hennings

Töpfergruppe besucht die Königsblau-Töpferei

Wie in jeder Woche traf sich unsere Töpfergruppe am Donnerstagmorgen, diesmal nicht um zu töpfern sondern die Töpferei „Königsblau“ in Schmerwitz, gelegen zwischen Wiesenburg und Belzig, zu besuchen. Schon das herrliche Frühlingswetter versprach: Es wird ein guter Tag!
Angekommen, empfing man uns mit einer kleinen Führung durch die Produktionsräume, die auf einer ehemaligen Geflügelaufzuchtanstalt entstanden.

Beeindruckend war die Größe und Vielzahl der Produkte, die hauptsächlich an der Drehscheibe und Presse gefertigt wurden. Aber auch schöne Einzelstücke entstanden in liebevoller Handarbeit.
Die Glasuren der Gegenstände faszinierten uns besonders. Das Gelingen einer guten Glasur ist von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise von der Auftragsstärke der Glasur und Brenntemperatur. Das Arbeiten mit Glasuren ist ein ständiges Experimentieren. So ist dieses Gebiet in der Töpferei zur „Chefsache“ erklärt worden. Ohne uns mit den Profis verglei-chen zu wollen , tröstete es uns sehr dieses zu hören, denn wir erleben auch so manche Überraschung, wenn der Brennofen geöffnet wird: „Wo ist das Rot geblieben, die Farbdose hatte doch die Aufschrift `Rot´? Warum werden die grün glasierten Blätter plötzlich blau und das ´türkisch-mohn´ wird braun? Da, wo man am wenigsten ein gutes Ergebnis erwartete, tun sich positive Überraschungen auf. Das Öffnen des Brennofens ist jedes Mal ein spannendes Erlebnis, nicht nur für uns in der Gruppe, sondern auch für erfahrene Künstler, wie uns bestätigt wurde.
Sehr beeindruckt verließen wir die Werkstatträume und den dazugehörigen Verkaufsraum, um uns im töpfereigenen Garten-Cafe´ , angrenzend an einem Bio-Blumen- und Gemüsegarten, zu stärken. Man kann dort die ländliche Idylle des Hohen Flämings genießen.

Wer dann Lust hatte, konnte gleich seine Kreativität in die Tat umsetzen und schon gebrannte Tassen oder Schalen bemalen, um sie in der Töpferei glasieren und brennen zu lassen.
Die Töpferei besitzt drei große Brennöfen, zwei mit Gas und einer mit elektrischem Strom betrieben. Die fertigen Waren werden auf Märkten und im Keramikladen im Potsdamer Holländerviertel verkauft. Die Töpferei „Königsblau“ mit Café ist der Suchthilfegemeinschaft SCARABÄUS Hoher Fläming e.V. angeschlossen. Hier können drogen- und alkoholabhängige Menschen durch sinnvolle Arbeit zu einem suchtfreien Leben gelangen. Die Gewinne aus Handwerk und Café fließen dem Verein zu.

Wer Lust bekommen hat, die Töpferei zu besuchen, kann es dienstags bis samstags von 11-19 Uhr, sonntags von 10-19 Uhr tun.
Mit vielen Anregungen und Ideen im Kopf fuhren wir zurück zum Pfarrhaus. Hier öffnete Herr Hansen unseren Brennofen, spannend, wenn unsere „ kleinen Künste“ zum Vorschein kommen. Und jeder freute sich bestimmt auf den nächsten Donnerstag, auf die Arbeit mit und in der Gruppe. Schön, dass es die Töpfergruppe in der Kirchengemeinde gibt! Ein großes Dankeschön an Herrn Hansen, der viel Zeit opfert, uns mit Ruhe und Geduld anleitet und immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Gudrun Böttcher

Probenwochenende Flötenkreis

Liebe LeserInnen,
am 28.02.2014 machte sich der Flötenkreis unserer Gemeinde auf den Weg nach Jauernick-Buschbach ins St.Wenzeslaus-Stift zu einem Probenwochenende. Wir hatten verschiedene Flöten, Notenständer und viele Noten im Gepäck. Aufgeteilt auf zwei PKW´s ging es um 15:30 Uhr los.

Nach einer guten Fahrt sind wir um 18 Uhr angekommen, konnten unsere Zimmer gleich beziehen und saßen wenig später bereits vor dem reichlich gedeckten Abendbrottisch.

Gleich darauf folgte unsere 1. Probe.
Danach saßen wir noch ein Stündchen zusammen und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Morgen stand nach dem Frühstück wieder Proben auf dem Programm. Eine kurze Pause im Laufe des Vormittags nutzten einige zum Üben, andere vertraten sich die Beine.

Ein junger Organist bot sich an, uns die Kirche zu zeigen und ein paar Takte auf der Orgel zu spielen. Wir nahmen das Angebot dankend an und waren begeistert von der Orgelvorführung. Einige von uns durften sogar auf der Orgel spielen. Jetzt mussten wir uns aber sputen, denn die Pause war längst vorbei. Bis zum Mittagessen spielten wir weiter auf der Flöte. Nach einem 3-Gänge- Menü fuhren wir nach Görlitz, wo wir zur Stadtführung begrüßt wurden.

In den nächsten 2 Stunden waren wir ganz Ohr und bewunderten die schöne Altstadt von Görlitz. Nach dem langen Stehen und Gehen setzten wir uns ins Stadtcafé und ließen es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Zurück in Jauernick und nach dem Abendbrot nahmen wir wieder unsere Flöten zur Hand. Zur späten Abendstunde sangen wir Lieder (ein Danke an den Singkreis, der uns einige Hefter ausgeliehen hat) und machten Spiele.

Auch am Sonntag ging es mit dem Proben weiter. In der Pause bestiegen wir den nahegelegenen Kreuzberg, um die schöne Aussicht zur Landeskrone und der Umgebung zu genießen.
Ein echtes Sonntagsmenü erwartete uns zum Mittagessen. Zwischen Suppe und Pudding genossen wir Wildschwein mit Rotkohl und Klößen. Gut gesättigt machten wir uns zum letzten Mal auf den Weg in unseren Probenraum. Danach packten wir alle unsere Sachen, beluden die Autos und fuhren Richtung Heimat. Bei einer Kaffeepause in Niesky ließen wir das Wochenende ausklingen.

Es war ein sehr schönes Wochenende, an dem wir uns alle ein Stück näher kennengelernt haben. Wir haben viel Musik gemacht und bei nächster Gelegenheit wird das ein oder andere Stück zu hören sein. Für das nächste Jahr planen wir auf jeden Fall wieder ein Probenwochenende, wahrscheinlich im St. Wenzeslaus-Stift.

Heike Krug-Grabo

"Lange Nacht der Jungen Gemeinden"

Besonderes Jugendprojekt 2014

Seit mehr als 10 Jahren, begeistern Berliner Museen jedes Jahr ihre Besucher mit der „Langen Nacht der Museen“.

An einem Abend öffnen sich für viele Stunden die Türen verschiedener Museen und Besucher sind eingeladen, mit Shuttle-Bussen von Ort zu fahren und sich die unterschiedlichen Häuser anzuschauen und kennen zu lernen. Diese Idee ist genial. Warum also nicht auf die Jugendarbeit in der Region Teltow übertragen? Geht nicht? Geht doch!

Sechsundfünfzig Jugendliche aus den Jungen Gemeinden Teltow, Großbeeren, Güterfelde und Kleinmachnow, haben sich am Abend des 24. Februars im Jugendkeller im Gemeindezentrum der Siedlungskirche Teltow getroffen, um den Startpunkt zu markieren, für einen gemeinsamen Abend unter dem Motto „Lange Nacht der Jungen Gemeinden“. Die Grundidee dieser Veranstaltung ist der Besuch von verschiedenen Jugendräumen und Jugendgruppen in der Region Teltow mit einem Reisebus an einem Abend.

Lustige Gruppenspiele als „Warming-Up“ haben zu Beginn die ohnehin schon gute Laune noch zusätzlich angeheizt. Ein großer Reisebus brachte uns als Gruppe zur zweiten Station des Abends, nach Güterfelde. Am Vorabend hatte die JG Güterfelde schon fleißig gekocht, so konnten sich alle mit Chili con und sin carne satt essen. Die Kalorien wurden dann beim Tischkicker-Spiel oder bei Musik durch „Let's Dance“ mit der Playstation 3 wieder abgebaut. Weniger Bewegungslustige haben die Zeit genutzt, um sich am brennenden Lagerfeuer besser kennen zu lernen.

„Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“ trällerte die Gruppe dem Busfahrer auf dem Weg zur dritten Station nach Großbeeren fröhlich ins Ohr. Nach einem herzlichen Willkommen im dortigen Holzhaus durch die JG Großbeeren, genossen alle den Auftritt der Jugendband der Kirchengemeinde.
Begleitet von „...Rattan rattan radadadatan ...“ und Gitarrenmusik, brachte uns der Shuttle-Bus wieder zurück nach Teltow. Ein wenig erschöpft vom vielen Singen, ruhten wir uns auf den Fußboden des Kirchsaals ein wenig aus. Alles war dort schon stimmungsvoll vorbereitet für die Abschlussandacht.

Die Ruhe und die Besinnung, am Ende des lebhaften Abends, hat allen spürbar gut getan.
Laura Konzack und Josephine Krause, aus der Jungen Gemeinde Teltow, haben eine wunderbare Andacht vorbereitet und sich von Tim Bendzkos Lied „Wenn Worte meine Sprache wären“ inspirieren lassen. Wie nutzen wir unsere Sprache? Was lösen Worte in uns und bei anderen aus? Wie gehen wir Christen miteinander um? Was verbindet uns Jugendliche in der Region Teltow und wie wollen wir als junge Christen die Region gemeinsam gestalten?

Diese Fragen wurden in der Andacht auf sehr gelungene Art und Weise aufgegriffen und regten zum Nachdenken an.

Nach Gebet und Segen, haben sich alle Teilnehmer gegen 01:00 Uhr auf den Heimweg gemacht.
Für die Evangelische Jugend in der Region Teltow war dieser Abend ein toller Erfolg.

Durch den Kreisjugendkonvent ist die Evangelische Landesjugend (EJBO) ist auf dieses Projekt aufmerksam geworden, was sich bezahlt macht. Aus dem Fördertopf „Besondere Jugendprojekte 2014“ werden von der EJBO neunzig Prozent der Kosten des Abends übernommen. Somit wird sicher auch nächstes Jahr wieder eine „Lange Nacht der Jungen Gemeinden“ stattfinden können.

Henry Sprenger
Regionaler Jugendmitarbeiter

Der Prophet Jona - ein Projekt der Christenlehre Klasse 4

„Wie schön war aus der Fern und Näh´, wie schön war die Stadt Ninive. Ein Stadttor war aus blauen Ziegeln, mit schwerer Tür und goldnen Riegeln. Die Häuser waren schön und bunt, die Türme spitz, die Türen rund.“

So klingen die ersten Verse von Klaus Peter Hertzsch über die Stadt Ninive. In Form eines Gedichtes begegnet uns hier die Geschichte von Jona, dem Propheten, der später im Bauch eines Wals landete – können Sie sich erinnern?

Ja, sie muss sehr schön gewesen sein und reich, die Hauptstadt des Assyrerreiches am Fluss Tigris. Sie war jedoch auch Sinnbild einer gottvergessenen Stadt: Da lebten die Reichen auf Kosten der Armen, da überfiel die glorreiche Armee andere Städte und Länder, um diese auszuplündern, da herrschten Machtgier und Ungerechtigkeit. All das erregte den Zorn Gottes, und er drohte der Stadt den Untergang an, sollten sich die Bewohner nicht ändern und wieder gottgefällig leben. Dies sollte Jona der Stadt verkünden. Wie die Geschichte ausging, das können Sie am besten selbst in der Bibel erkunden, das Buch Jona ist wunderbar zu lesen (und es ist kurz…)

Die Christenlehrekinder der 4. Klasse haben sich mit ihr beschäftigt. Zuerst haben sie die Stadt Ninive nachgebaut, aus Getränkekartons und Joghurtbechern, bunt bemalt und auf einer gestalteten Grundplatte aufgeklebt. Sie sind der Frage nachgegangen, wie Jona sich wohl gefühlt haben muss, als er von Gott den Auftrag bekam, nach Ninive zu gehen. Sie haben überlegt, vor welchen Aufgaben sie selbst am liebsten weglaufen würden; sie haben über den Lebensstil des Königs und der Machthaber von Ninive nachgedacht und was Gott eigentlich erwartet. Dann haben sie die Geschichte auf unsere Zeit übertragen: Was machen wir falsch? Woran sind wir schuld? Wo herrscht bei uns Ungerechtigkeit? Und wo leben wir auf Kosten anderer, z.B. wenn wir Kleidung kaufen, die in Pakistan oder Bangladesch zu Hungerlöhnen hergestellt wird, wir uns aber über die billigen Preise freuen….. All dies stand auf „Plakaten“ geschrieben, die in der Stadt Ninive verteilt standen. Und dann: Was möchte Gott von uns? Was sagen uns seine Gebote? Was können wir besser machen? Dies alles wurde auf „Schriftwände“ geschrieben, die wir oben auf den Häusern befestigten.

Für uns alle, die Christenlehrekinder, Laura Belitz, die als Teamerin die Gruppe begleitet, und für mich selbst war es ein überaus interessantes, abwechslungsreiches und kreatives Projekt. Erstaunlich und berührend, welch ernsthafte Gedanken sich Kinder in diesem Alter machen. Ach ja, und zum Schluss haben wir noch unter der Anleitung von Herrn Hansen getöpfert: einen Wal mit dem geretteten Jona.

Barbara Matthies

Adventsmarkt 2013 - Herzlichen Dank!

Der Adventsmarkt liegt zwar schon über einen Monat zurück. Doch will ich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken. Wieder waren viele Helfer im Einsatz, manche das erste, andere nun schon zum 10. Mal. So sind wir inzwischen, so scheint es mir, ein gut eingespieltes Team. Darum war es auch möglich, dass wir erneut unser Ergebnis gesteigert haben.
Der Ertrag, der wieder zwischen unserer Bosnienhilfe und Brot für die Welt halbiert wurde, aber ist nur das eine. Ebenso schön war zu sehen, wie wohl sich die Besucher bei uns gefühlt haben.

Das Weihnachtsliedersingen im Zusammenspiel mit unserem Flötenkreis war sehr gut besucht. Noch mehr Menschen haben sich an den Konzerten des Gemischten Chores erfreut. Aber auch die Stände waren zeitweise dicht belagert. Bouletten und Waffeln, Punsch und Glühwein, Tombola und Kreativ, Eine-Welt-Stand und Trödel inklusive Bücherstube, sowie das Spielkarussell im Hof wurden freudig angenommen. Am Abend waren wir dann alle ziemlich erschöpft – und doch hoch zufrieden. Bis zum nächsten Mal.

Pfarrer Christian Manntz

Erlebnisreise der Frauenhilfe und Denksportgruppe nach Wittenberg

Ein Besuch in der Lutherstadt Wittenberg- Katharina von Bora ist heute noch ein Vorbild. Zusammen mit der Frauenhilfe machte die Denksportgruppe einen Ausflug nach Wittenberg.

23. September 2013: Tapfer „erklommen“ auch die unternehmungsfreudigen Angehörigen der Denksportgruppe die steilen Stufen des in der Nähe des Pfarrhauses gegen 9 Uhr wartenden Busses. Wissensdurstig wollten sie in Wittenberg ihre Kenntnisse erweitern und erfahren, wer war eigentlich die Frau an der Seite des Mannes, der die Vulgata aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzte und uns dadurch eine einheitliche deutsche Sprache schenkte.

Angekommen im streng mittelalterlich gebauten Lutherhaus, fiel die im Hof stehende schöne Figur auf. Die Frau in der Kleidung dieser Zeit mit dem klugen, selbstbewussten Gesicht, die dieses Denkmal darstellt, ist Katharina von Bora.

Der Weg durch das Haus zeigte dann, wie jetzt tüchtig das Bauwerk restauriert wird, in dem diese Frau wirkte.

„Wie kam Katharina eigentlich nach Wittenberg?“ wurde der Gästeführer aus der Gruppe heraus gefragt. Kurz und präzise seine Antwort: „Katharina von Bora entstammt einer Familie des sächsischen Landadels. Sie soll 1499 geboren sein. 1504 wurde sie zur Erziehung nach Brehna in das Augustiner-Chorfrauenstift gebracht. Später wechselte sie in das Zisterzienserinnenkloster in Nimbschen bei Grimma. Dort sollte sie lebenslänglich verweilen (so war die Mitgiftfrage für die Familie gelöst). Dort aber wurde sie gut ausgebildet. Sie lernte Lesen, Schreiben, Rechnen, Latein und Singen. Die betriebswirtschaftlichen Abläufe in Garten-, Feldbau und Viehzucht lernte sie ebenfalls kennen. 1515 legte sie ihr Gelübde zur Nonne ab.

Das weltliche Leben hielt aber nicht vor dem Kloster inne. Sie las die Schriften Martin Luthers. Damit setzte sie sich innerlich sehr auseinander. So kam es zu dem Entschluss, gemeinsam mit noch einigen anderen Nonnen zu fliehen. Der Ratsherr Leonhard Koppe aus Torgau versteckte sie in einem Pferdefuhrwerk und „, kam es aus der Zuhörerrunde. Das fand ja außerdem in einer Zeit statt, als der Hexenwahn in manchen Gegenden herrschte und besonders kluge, wissende Frauen gefährdet waren.

Katharina fand in Wittenberg Schutz. Unter anderem kümmerte sich Lukas Cranach der Ältere um sie. 13. Juni 1525: Martin Luther und Katharina von Bora heirateten. Sechs Kinder bekam das Ehepaar. Katharina trug eine große Verantwortung. Sie kümmerte sich um die Beherbergung der Studenten, beköstigte jeden Tag 40 Personen, verwaltete umfangreiche Ländereien und bewirtschaftete diese. Sie betrieb Viehzucht und hatte eine Bierbrauerei. Als die Pest wütete, leitete sie ein Hospiz und pflegte mit anderen Frauen Kranke.

Katharina erhielt auch Anerkennung. Sie durfte u. a. als einzige Frau sich in einem bestimmten heizbaren Raum gemeinsam mit Männern aufhalten. (Die anderen Frauen hatten bei Kälte sonst wohin zu verschwinden.) Diese Zeiten „männlicher Machtausübung“ sind vorbei. Das ist gut so. Katharina von Bora trug mit ihrer Lebenshaltung zu einer positiven Entwicklung bei.

Nach Luthers Tod hatte sie es sehr schwer. Die damals geltenden Festlegungen im Sachsenspiegel erkannten sie nicht als Alleinerbin an. Kurfürst Friedrich der I. von Sachsen sprach ein Machtwort und sie konnte bleiben. Pest und Missernten vertrieben sie dann. 1552 flüchtete sie nach Torgau. Dort verstarb sie am 20. Dezember 1552 nach einem Unfall.

In Wittenberg wird viel restauriert, in der Schlosskirche war es nicht anders. Auf der Rückfahrt war dann die Stimmung besinnlich.

Doch plötzlich hielt der Bus wieder. Neugierig blickten wir hinaus. Da war das Stauen groß. Der Bus hielt vor der Wittenberger Schule, die Hundertwasser entworfen und gebaut hat. Der Bau fasziniert in Form und Farbgebung. Er strahlt Wärme, Weite und Geborgenheit aus. Er hat etwas zukunfts-trächtiges an sich. Gemeinschaftlich verließen die Schülerinnen und Schüler nach dem Unterricht gerade die Stätte des Lernens.-

Katharina von Bora, das hätte dir sicher auch sehr gefallen.

Für die Denksportgruppe
Ingrid Neblung

10. Hilfstransport nach Bosnien - Dankeschön!

Zum 10. Mal wurde gesammelt, sortiert, gepackt, verladen, transportiert, am Zoll gewartet und dann verteilt. Zum 10. Mal konnten wir in die freudigen Gesichter der Roma-Kinder sehen und den Dank unserer Partner vor Ort entgegen nehmen. Und zum 10. Mal will ich Ihnen an dieser Stelle danken.

Durch Ihre Hilfe haben wir 254 Schulkindern in Bijeljina und Zivinice unterstützt. Dazu konnten wir noch 150 andere Hilfsbedürftige bedenken, darunter 30 Kinder mit Behinderungen. Außerdem hatten wir Fahrräder, Rollstühle, Rollatoren, 2 Nähmaschinen, Fußbälle und Schulmappen an Bord. Schul- und Bastelmaterial komplettierten den Transport, der aus 5 Kleinbussen und 4 Anhängern bestand. An Bargeld überbrachten wir 2.000 € für Brennmaterial und 4.000 € für die Arbeit des Vereins Otaharin, der sich für die Integration der Roma einsetzt und auch das Schulprojekt organisiert.

So lautet das Resümee unseres diesjährigen Projektes. Und zum 10. Mal will ich betonen, dass das alles nur möglich war, weil Sie uns dabei geholfen haben, mit Ihren Sach– und Geldspenden, mit Ihrer praktischen Hilfe, mit Ihren Gebeten. Dankeschön und bis zum nächsten Mal!

Im Namen des Bosnienteams
Christian Manntz

Kirche zum Siegesfest - Herzlichen Dank

In diesem Jahr war das Siegesfest, wie Sie selbst erleben konnten, besonders groß und eindrücklich. Und auch wir, als Kirchengemeinde, haben uns daran stärker als sonst beteiligt.

Zwischen der Eröffnung der Ausstellung vom Zivilen Friedensdienst am 11. August und dem Friedensgebet am Abend des 25. August konnten wir uns über das beeindruckende Theaterstück „Schule der Diktatoren“, aufgeführt von unserer Jungen Gemeinde unter der Leitung von Frau Bernard und Frau Möhlenkamp, freuen.

Am Festsamstag wurden nicht nur innerhalb weniger Stunden 140 Kuchen verkauft – alle von Ihnen gebacken – sondern auch etwa 1200 Tassen Kaffee ausgeschenkt, der Trödelmarkt und die Tombola organisiert und durchgeführt, es wurde gegrillt und den ungefähr 300 Besuchern umrahmt vom Orgelspiel die Kirche erklärt. Natürlich wurde ununterbrochen abgewaschen und abgetrocknet und erstaunlich schnell und reibungslos wurde alles aufgebaut und wieder abgebaut.

Am Sonntag konnten wir, begleitet von den Posaunenchören der Region, einen schönen Gottesdienst feiern und anschließend mit zwei Festwagen den Umzug bereichern. Die Wagen waren eindrücklich gestaltet und wurden von einem Franzosen und einem Preußen freundschaftlich begleitet.

Schließlich hatten wir ein Wochenende später ein kleines Festival im Pfarrhof: Give peace a chance.

Und am 7. September gestaltete unser Chor, unterstützt vom Kinderchor und einem Orchester, die Uraufführung des Singspiels: „Unterwegs“, einen musikalischen Gang durch die Geschichte des Apostel Paulus. Sie sehen: hier war einiges los. Und das ist vor allem all jenen zu verdanken, die sich eingebracht haben in so großer Zahl, mit so großem Aufwand und so viel Herzblut. Allen denen, die dabei waren, die gebacken und geräumt, verkauft, abgewaschen, gebastelt und getöpfert, geschnitten, getragen, gespielt, gesungen und organisiert haben, sage ich darum an dieser Stelle ganz, ganz herzlichen Dank. Gott sei Dank, dass es Sie gibt.

Pfarrer Christian Manntz

Ein schöner Sommertag für die Denksportler

Wir wollten gerne unseren Gutschein für die Eisdiele einlösen. Da Anfang Juli noch nicht abzusehen war, dass uns das heiße Wetter irgendwann doch zuviel wurde, nutzten wir den ersten schönen Dienstag und gingen alle in den Pfarrgarten. Ich hatte kurz entschlossen für alle meine Damen einen kleinen Eisbecher bestellt, der auch geliefert werden sollte.

Es dauerte ein Weilchen bis das Eis kam. Um die Zeit zu verkürzen, haben wir erst einmal unsere Lieblingseissorten auf-gezählt. Es kamen eine Menge verschiedener Sorten zustande. Dann kam das Eis und es brachte eine kleine Erfrischung und alle freuten sich.
Der Juli wurde ja immer heißer und wir hatten das Verlangen nach mehr Eis.
Wie jedes Jahr trafen wir uns gleich in der Eisdiele und jede bestellte sich einen großen Eisbecher mit Sahne und allerlei Früchten. Wir hatten wieder viel Spaß.

H. Füßel

10 Jahre "Senioren Denksportgruppe" von 2003 - 2013

Blickt man zurück auf vergangene Jahre,
hat unsere Denksportgruppe - gegründet von Fr. Füßel
und unter ihrer Regie viel Neues erfahren.
Gegenseitige Sympathie war da -von Anfang an-
als sie mit nur 8 Damen begann.
Gefüllt hat sich der Raum inzwischen,
niemand will diese Stunden missen.
Gesportet und viel nachgedacht,
was wurde alles schon gemacht?
Gespielt, gebastelt, gestrickt, gekocht, gebacken,
oftmals für soziale Sachen.
Exotische Früchte gekostet, viel geraten,
dass das Denken nicht einrostet.
Einiges wurde ausprobiert,
Eis und Torte hat man uns im Café serviert.
Ausflüge mit dem Rad, Auto und auch Bus
- jedes Mal ein Hochgenuss -
Heiterkeit ist mit im Spiel, das allen gut gefiel.
Die Weihnachtszeit genossen alle,
gesungen wurde mit lautem Schalle
und immer wieder erklangen
die schönen Weihnachtslieder.
Auch in der Faschingszeit standen Pfannkuchen stets bereit.
Aber in all den Jahren hatten wir auch 2-mal Leid erfahren.
Doch die Lücke schloss sich wieder,
Stühle um den Tisch sind rund herum besetzt.
Kommt manchmal jemand noch in letzter Minute angehetzt:
Dabei sein ist die Devise, niemand schaut auf die Uhr.
Hauptsache - alle kommen nur,
Gymnastik ist die letzte Runde.
Dann ist es schön mit anzusehen,
wenn alle wieder aufrecht stehen.
Auch Herrn Pfarrer Manntz gilt unser Dank,
er stellt den Raum zur Verfügung
und das schon 10 Jahre lang.
Nun hoffen alle auf Gesundheit in jedem Falle,
die kommenden Jahre zu überstehen und sagen:
„Es war... und ist jedes Mal wieder schön“.
Edeltraut Schmuck

Danke für die schöne Konfirmation

An dieser Stelle möchte ich mich als Mutter eines Konfirmanden bedanken. 1 ½ Jahre Konfirmandenunterricht, am Anfang eher ein Drängen der Eltern zur Teilnahme, am Ende ein Weg der Spaß macht, man hat eine Gruppe gefunden in der man sich wohlfühlt und oh Wunder auch der Unterricht selber spricht an und macht Spaß. Der Abschluss die Konfirmation, ein Fest, welches man so schnell nicht vergisst. Aufregung und vielleicht das erste Mal spürt man, dass man jetzt selber Verantwortung für sich und sein Tun übernehmen muss. Danke möchte ich Fr. Matthies und Pfr. Manntz sagen, die unermüdlich an die jungen Menschen glauben und sie begleiten, sei es im theologischen Sinne oder auch beim Unospiel auf der Konfirmandenfahrt. Es ist schön, ein Kind in unserer Gemeinde zu haben, denn es erfährt Kirche als etwas Positives und damit ist meiner Meinung nach schon der Grundstock für ein Leben mit Gott gelegt. Auch der Konfirmationsgottesdienst war wieder mit viel Mühe und Einfallsreichtum von vielen Menschen , unter anderem auch der Jungen Gemeinde, vorbereitet. Danke für das Engagement und ich hoffe auf noch viele Konfirmationen mit einfallsreichen Predigten.
Annette Bernard

Bericht aus Indien

Liebe Gemeinde!

Es ist zehn Uhr abends, langsam legt sich die nächtliche Ruhe über die Stadt, über mich, über mein neues Zuhause - Chamarajanagara, eine Stadt in Südindien.

Auch die letzten Kinder liegen nun friedlich in ihren Betten und schlafen nach einem langen Tag seelenruhig. Wobei „Ruhe“ hier ja auch eine etwas andere Bedeutung hat. Die beide Hunde jaulen vor der Tür um die Wette, irgendwelche Vögel streiten sich in den Bananenbäumen vor meinen Fenstern und ich bin mir sicher, dass dort auch gerade ein Affe vorbeigehuscht ist. Ich lebe am Stadtrand, sonst würde man jetzt sicher auch noch die vielen Autos, Rikschas und Motorroller und ihre Hupen hören.

Heute ist nicht viel passiert, nur der ganz normale Alltagswahnsinn des Kinderheims, der mich seit einigen Monaten voll und ganz einnimmt. Guru hat sich das Knie aufgeschlagen, Dilip braucht einen Verband, Girish will auch ein Pflaster, Shantus Hose ist viel zu groß, er braucht einen improvisierten Gürtel, Naveen kommt zu mir, weil er Streit mit Shyam hat. Das sind nur ein paar Namen und nur wenige der kleineren und größeren Alltagprobleme, denen ich hier jeden Tag begegne. Noch kein halbes Jahr kenne ich diese Kinder nun, aber es ist schon jetzt schwer vorstellbar, dass ich einmal ohne den Gute-Nacht-Kuss von Gangu zu Bett gegangen bin, dass ich morgens ohne ein fröhliches „Good Morning, Akka!“ richtig wach werden konnte. Akka, das bedeutet große Schwester. Es ist der absoluter Wahnsinn auf einmal 80 kleine Geschwister zu haben. Genau das, was ich immer wollte.

Aber ganz oft bin ich hier noch viel mehr als eine große Schwester, mit der die Kinder spielen können und zu der sie kommen, wenn sie Sorgen haben. In der Woche bin ich Lehrerin in der Vorschule und versuche 20 Jungen und Mädchen das Rechnen beizubringen, heute wurde ich kurzerhand zur Krankenschwester ernannt, morgen bin ich vielleicht mal Köchin, wer weiß. Das Leben hier in Indien ist sicher vieles, aber selten langweilig, dafür sorgen nicht nur die Kinder, sondern auch meine Reisen durch Indien. Bisher hat mich mein Weg nach Mumbai und die Küsten Karnatakas und Keralas geführt, Weihnachten und Silvester werde ich am Strand in Goa verbringen. Ein schöner Gedanke, wo das diesjährige Weihnachtsfest für mich doch so ganz anders werden wird. Aber ich weiß schon jetzt, wenn ich am 2. Januar zurück zu den Kindern kommen werde, wird sich das wie zuhause anfühlen. Und das ist wohl einer der schönsten Gedanken, den man haben kann.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr!
Liebe Grüße,
Cécile Harder-Rackwitz

P.S.: Wenn Sie mehr und ausführlicher wissen möchten, was ich so mache und wo ich eigentlich genau bin, wie Gangu überhaupt aussieht und was einem in indischen Zügen so alles passieren kann, auf www.cecilefaraway.wordpress.com berichte ich regelmäßig von meinem Leben in Indien.

Kinderchorfreizeit nach Heinersdorf 26.10.12 - 28.10.12

Nachdem im vergangenen Jahr leider keine Kinderchorfreizeit stattfinden konnte, ging es in diesem Jahr nun endlich wieder los. Am Freitag, den 26.10.2012 fanden sich gegen 15.30 Uhr 22 Kinderchorkinder mit ihrer Chorleiterin Barbara Matthies und den mitbetreuenden Mütter, Daniela Beelitz und Claudia Müller am Gemeindehaus ein. Um 16.00 Uhr ging es dann mit einem schicken, nagelneuen Reisebus, viel Gepäck, Gitarre, Kuchen, Süßem, Bastelsachen und Allerlei mehr auf „große Fahrt“ in das Friedenshaus nach Heinersdorf in der Nähe von Fürstenwalde.

Nach einer guten Stunde waren wir dann angekommen und es ging an die Zimmerverteilung. Es gab natürlich für jeden ein Bett, wobei für einige auch nicht, denn es gab einen Schlafboden mit einem Matratzenlager für 8 Kinder, zu erreichen über eine Hühnerstiege, welcher bei den größeren Mädels für große Begeisterung sorgte. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, wurde erst einmal die nähere Umgebung erkundet. Es gab einen großen Garten mit Spielgeräten, Pizzaofen (den wir leider nicht benutzen konnten) und einem kleinen See. Um 18.00 Uhr gab es dann, nach unserem obligatorischen Dankeslied, Pizza, Brot, Wurst, Käse, Kartoffel-Lauch-Auflauf, Zucchinisuppe, Blätterteig mit Spinat, Zaubersalat…., bereitet von der Dame des Hauses, Frau Richter. Im Friedenshaus wird regional, saisonal und frisch gekocht und Frau Richter dekorierte ihre Gerichte mit Essbarem aus dem Garten, so z.B. mit den Blüten der Kapuzinerkresse. Das musste natürlich auch probiert werden.

Den Abend verbrachten wir erst mit Gesellschaftsspielen, dann mit einer kleinen Vorstellungsrunde, sehr lustigen, gemeinsamen Spielen und natürlich einigen Liedern. Gegen 22.00 Uhr lagen alle mehr oder weniger im Bett und um 22.30 Uhr wurde dann die Nachtruhe eingeläutet. Das hat tatsächlich ganz gut funktioniert und der Letzte hat so um 23.00 Uhr geschlafen. Wir Betreuerinnen haben dann noch eine ganze Weile bei offener Tür zusammengesessen und dann war auch für uns Nachtruhe angesagt.

Diese endete dann für Barbara am Samstagmorgen um 6.00 Uhr, als das erste Kind ausgeschlafen hatte. Dann wachte so einer nach dem anderen auf und wir haben uns um 8.30 Uhr am Frühstückstisch getroffen. Auch hier hat jeder etwas zu essen gefunden, von Brötchen über verschiedene Sorten Cornflakes, Milch, Bananenmilch, Kakao, Tee, Konfitüre, Honig, Obst usw. Nach dem Frühstück sind wir dann erst einmal an die frische Luft gegangen und sind zum nahe gelegenen Tiergehege und an den See gelaufen.

Wieder zurück im Haus hat dann Barbara mit den Kindern für das nächste Weihnachtsmusical geprobt. Daniela und ich haben in der Zeit den Bastelnachmittag vorbereitet. Dann gab es natürlich Mittag, diesmal Nudeln, Tomatensoße, Pilzsaoße, grünen Salat und Birnenkompott. Anschließend war für die Kinder eine gute Stunde Mittagspause, in der sie sich auf ihren Zimmern aufgehalten haben und ein wenig zur Ruhe kamen. So gegen 14.00 Uhr wurde dann der mitgebrachte Kuchen, die Kekse und Schaumküsse vertilgt. Und dann ging es ans Basteln. Ich kann jetzt hier nicht schreiben, was wir gebastelt haben, denn einige Kinder haben gesagt, dass sie ihre Sachen z.B. der Mama oder der Schwester schenken möchten. Da will ich ja jetzt nicht vorgreifen. Aber ich kann sagen, es wurde an drei Stationen gebastelt, über 4 Stunden lang, und alle Kinder haben mit Begeisterung und vor allem großer Ausdauer mitgemacht. Das hat uns sehr gefallen und viel Freude bereitet.

Um 19.00 Uhr haben wir dann alle einmal wieder etwas gegessen, diesmal Brot, Wurst, Käse, Kartoffelsalat, Nudelsalat mit Wiener Würstchen. Zwischendurch wurde auch immer wieder und oft die Tischtennisplatte genutzt. Nach dem Abendbrot wurde von manchen noch ein bisschen gebastelt und einige haben noch ein Spiel gespielt. Anschließend haben wir wieder alle zusammengespielt, die neuen Lieder aus dem Musical gesungen und abschließend, zur großen Begeisterung aller, sehr witzige Lieder wie z.B. „Die Wissenschaft hat festgestellt..“, „In einem Harung…“, „Jetzt fahr´n wir über´n See…“ u.v.m. gesungen. Das hat echt richtig viel Spaß gemacht. Dann ging es wieder Richtung Bett und das verlief genauso gut wie am Vorabend, nur eine halbe Stunde nach hinten verschoben.

Dann war schon Sonntagmorgen. Dieser begann dann diesmal für Barbara bereits kurz nach 5.00, als die Ersten ausgeschlafen hatten. Um 8.00 Uhr gab es Frühstück, im gleichen Maße wie am Vortag. Danach wurde erst einmal gepackt, aufgeräumt und sauber gemacht. Anschließend tobten die Kinder durch den schönen, aber ziemlich kalten Garten. Um 10.00 Uhr ging es dann in die nebenan liegende Kirche und Barbara hat eine kleine Andacht mit uns gefeiert. Um 11.00 Uhr gab es noch eine kleine Chorprobe und um 12.00 Uhr gab es, na was wohl? Na, Mittagessen! Diesmal Schweinegeschnetzeltes, Hühnerragout, Reis, Gemüseplatte, Salat und Stracciatella-Joghurt. Und kaum das wir fertig waren, kam auch schon der Bus, alles wurde wieder verpackt und verstaut.
Um 13.00 Uhr ging es dann Richtung Heimat, wobei die Fahrt genutzt wurde, um alle lustigen Lieder vom Vortag nochmal rauf und runter zu singen. Gegen 14.00 Uhr wurden dann die fröhlichen, aber müden Kinder alle wieder wohlbehalten bei ihren Eltern abgeliefert.

Für mich war es jetzt das dritte Mal, dass ich dabei sein durfte, und ich kann nur sagen, es war wieder einmal eine schöne, lebhafte, besinnliche, lehrreiche und interessante Fahrt.
Das ist sie in ganz großem Maße nur dank des Engagements, der Ideen und der Geduld von Barbara Matthies. Ich hoffe für die Kinder, dass es noch viele solche Fahrten geben wird.

Claudia Müller

Und noch einmal die Orgel ...

Welch ein schönes Willkommensfest konnten wir am 21. Oktober feiern mit schöner Musik, fröhlich singenden Gästen, leckerem Essen, schönem Wetter und vor allem mit einer wieder wohlklingenden Orgel! Einen solchen Tag erlebt man nicht oft: viele Menschen – und nicht nur solche aus Großbeeren – haben daran teilgenommen, mitgeholfen, musiziert und sich mitgefreut. Allen sagen wir vielen herzlichen Dank!

Auch einige Orgelscheine wurden wieder an den Mann und die Frau gebracht. Diese Anteilscheine der Orgel-Noten-Bank Großbeeren werden wir noch bis zum Ende des Jahres anbieten – wie bisher für eine Spende für die Orgel ab 25 Euro. Zu Gottesdiensten und Chorproben und zu unserem Adventsmarkt werde ich welche dabeihaben, auch Frau Prill hat immer einige im Büro. Greifen Sie gern darauf zurück, denn das Papier in seiner interessanten Gestaltung ist sicher auch später eine schöne Erinnerung.

Dorothea Minke

Tagesfahrt der Frauenhilfe

Die Fahrt der Frauenhilfe war dieses Mal am 24. September. Wir fuhren mit dem Bus nach Fürstenwalde, um als Erstes den Dom zu besichtigen. Dieser war im Krieg fast vollständig zerstört und im Laufe der Jahre – je nach Geldlage – wieder aufgebaut worden. Die Orgel, die einstmals in der Thomaskirche in Leipzig gestanden hatte, wurde an die Kirche in Fürstenwalde verkauft. Im Dom wurde die zerlegte Orgel wieder zusammengesetzt und wurde von Bischof Huber im Jahre 2005 geweiht. Innerhalb des Doms wurde ein Raum mit Glaswänden abgetrennt und mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, der als Gemeinderaum und Winterkirche benutzt wird.

Danach ging es nach Bad Saarow, wo wir eine Dampferfahrt auf dem Scharmützelsee machten. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir es uns gut gehen. Auf dem Oberdeck war es schön sonnig, aber ein sehr kalter Wind ließ uns doch lieber im geschütztem Unterdeck verbleiben. Nach 2 Stunden Schiffsfahrt ging es zurück nach Mahlow. Dort besichtigten wir
die kleine, schlichte Dorfkirche. Die Pfarrerin erzählte die Geschichte der Kirche. Als Besonderheit erwähnte sie die „Löffelsteine“ am Kircheneingang. Einstmals schabte man mit einem Löffel an den Ziegelsteinen, um mit dem Abrieb seinem Kranken zu helfen. Zum Abschluss der Tagestour ging es weiter zum Gasthof am Mahlower See, wo wir das Abendessen einnahmen.

Es war etwas spät geworden, als wir wieder Großbeeren ankamen. Ich glaube, es hat wieder allen gut gefallen. Wir haben wieder viel gesehen und einiges dazugelernt.

Ein besonderer Dank an die Organisatoren und wir hoffen, dass es im nächsten Jahr auch wieder so eine schöne Fahrt gibt.

H. Füßel

Kirche zum Siegesfest - ein großes Dankeschön

Herzlich danken will ich allen, die den Pfarrsprengel am Siegesfest unterstützten. Durch Ihre Hilfe konnten wir am 25. August ca. 3.150 Euro zu Gunsten unseres Hilfsprojektes einnehmen. Tombola, Trödel und Standgebühren, Grill und Bücherstube, Töpfer – und Kreativstand, Kaffee und natürlich Kuchen über Kuchen, insgesamt waren es in diesem Jahr 78 an der Zahl, sorgten für dieses schöne Ergebnis. Dank vieler helfender Hände konnten wir sowohl den Aufbau wie auch den Abbau gut bewältigen. Nicht weniger intensiv war die Arbeit an den Ständen und in der Küche. Trotzdem hoffe ich, dass die Helfer am Abend nicht nur erschöpft, sondern auch zufrieden waren. Ein schöner und entspannender Abschluss des Tages war dann das Konzert mit hebräischer Musik in der Schinkelkirche.
Der Kreativtreff nahm es auch noch auf sich, am darauf folgenden Sonntag unseren Pfarrsprengel beim Kreiskirchenfest durch einen Stand zu vertreten. Den Abschluss bildete, wie seit 5 Jahren, am Sonntagabend unser Friedengebet. Zusammen mit der diesjährigen Ausstellung über Albert Schweitzer trugen wir damit unseren Teil zum Siegesfest 2012 bei. Ich hoffe, auch im kommenden Jubiläumsjahr wird es wieder so sein.
Pfr. Christian Manntz

Alle in einem Boot, in dem Schiff, das sich gemeinde nennt -

Alle in einem Boot, in dem Schiff, das sich Gemeinde nennt -

genau dieses Gefühl durften unsere Erstklässler erleben, beim Gottesdienst zum Schuljahresanfang. Ja, es war ein Schiff in unserer Kirche, das richtig schwankte und das sich durch Angst, Not, Gefahr, Verzweiflung und Kampf seinen Weg bahnte. An Bord waren nicht nur die Schulanfänger, sondern auch die „alten Hasen“. Gemeinsam konnten die Kinder erfahren: im „Boot“ der Gemeinde ist keiner allein, auch wenn es noch so stürmt im Leben. Deshalb luden die Großen unsere Schulanfänger auch zu den Regenbogenfischen ein, damit sie in Gemeinschaft und mit Gottes Hilfe in den neuen Lebensabschnitt starten können.

Stolz haben sich vier Kinder der Gemeinde vorgestellt, die in diesem Jahr eingeschult wurden. Da es für manch einen Schulanfänger bereits mehrere Schultüten gab, überreicht Frau Matthies nicht die x-te Zuckertüte, sondern einen Beutel mit dem Logo „Kirche für Kinder“. Was allerdings darin war, blieb ein Geheimnis der Erstklässler.

Die Gottesdienstbesucher wurden aufgefordert, über die Stürme in ihrem Leben nachzudenken, was sie eventuell bedrückt, was ihnen das Herz schwer macht. Dafür waren nummerierte Pappkärtchen in den Kirchenbänken ausgelegt, auf die Jeder seine Gedanken schreiben konnte. Die Kärtchen fügten sich dann zum Segel eines Bootes zusammen, wie ein Puzzle. Damit schloss sich der Kreis: in den Stürmen des Lebens ist kein Gemeindemitglied mit seinen Sorgen, Ängsten, Unsicherheiten alleine, unser Gottvertrauen hilft uns da durch.

Wir sind „alle in einem Boot, wir fahren durch die Zeit, durch Freud und Leid, und mit uns fährt auch Gott“, so sangen alle Gottesdienstbesucher gemeinsam.

Das Segelboot aber wurde auf dem Weg zur Kirche aufgestellt, für alle gut sichtbar.
Marie-Luise Kober

Klasse – Super – Toll! Wir waren im Bibelkabinett!

Am Mittwoch, dem 17.04., haben wir uns mit den „Regenbogenfischen“ der 4. Klasse auf den Weg gemacht in das Bibelkabinett im Haus der Kirche in Berlin-Charlottenburg. Nach einer spannenden Fahrt mit Bus, S-und U-Bahn wurden wir bereits von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin erwartet.

Die Kinder staunten über die älteste, dort vorhandene Bibel aus dem Jahre 1720, konnten sehen und fühlen, das diese – wie andere alte Exemplare auch – in mit Leder bezogenen Holzdeckeln gebunden waren. Der Goldschnitt der Seiten schützte den Inhalt des Buches vor eventueller Feuchtigkeit, geheimnisvolle „Schnallen“ hatten eine besondere Funktion, von ihr her kommt die Redewendung: „Das Buch aufschlagen“ (Wenn Sie neugierig geworden sind, fragen Sie die Kinder, sie werden es Ihnen erklären!).

Aber es ging nicht nur um zuhören und fragen, die Kinder wurden selbst aktiv: da konnte man versuchen, eines der Gebote in Stein zu meißeln, Tonscherben wurden mit Hieroglyphen beschrieben, Keilschrift in Ton (bzw. Knete) gedrückt, der Psalm 23 aus dem Hebräischen „übersetzt“ und vieles mehr.

Zum Abschluss druckte sich jedes Kind mit einer historischen Druckerpresse mit viel Muskelkraft selbst eine Buchseite mit dem 23. Psalm. Es war ein wunderbarer, spannender und fröhlicher Ausflug. Im Mai werden die „Regenbogenfische“ der 3. Klasse in das Bibelkabinett fahren und haben hoffentlich genauso viel Spaß daran. An dieser Stelle herzlichen Dank an Frau Krönke, die die Kinder mit begleitet hat. Und die Kinder, die sich nun gut auskennen und bestimmt gerne erzählen sind: Felix Basten, Marie Belitz, Justin Hanne, Laura Heinrich, Lukas Krönke, Leonie Lindner, Charlotte Manntz, Kevin Marx, Johanna Möhlenkamp und Sophie Stübert.

Barbara Matthies

Alles hat seine Zeit...

… und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ -

Dieser 1. Sonntag im Monat März war die Stunde von Barbara Matthies.
Schon seit Wochen ging ein geschäftiges Treiben durch alle Gruppen unseres Pfarrsprengels. Der amtierende Superintendent Pfarrer Helmut Kulla hatte sich angesagt, um Barbara Matthies in ihr Prädikantenamt feierlich einzuführen. Prädikant kommt übrigens vom lateinischen Wort „praedicare“ und bedeutet predigen. Gottes Wort verkünden, Abendmahlgottesdienst mit der Gemeinde feiern. Spannende Aufgaben, auf die sich Barbara Matthies nach ihrer Ausbildung zur Gemeindepädagogin noch einmal ein Jahr lang intensiv vorbereitet hat.

Nun war es endlich so weit!

Ein Hauch von Frühling hing an diesem Sonntagmorgen in der Luft. Zu Frau Minkes Orgelspiel zogen Herr Pfarrer Kulla, Barbara Matthies mit ihren beiden Assistenten, Herrn Pfarrer Manntz und Frau Harder sowie der gesamte Gemeindekirchenrat in unsere festlich geschmückte Kirche ein. Unser Kirchenchor, der Singkreis, der Flötenkreis, die Junge Gemeinde und der Bläserkreis – alle wollten Frau Matthies ganz besondere musikalische Glückwünsche überbringen. Die Vorbereitungen verliefen im Geheimen, so dass es eine gelungene Überraschung werden konnte. Ein besonderer Dank geht an Lars Matthies, der den Singkreis in Vertretung seiner Mutter mit der Gitarre begleitete. Das hat er toll gemacht!

Nach der Einführung durch Pfarrer Helmut Kulla und anschließender Segnung auch durch ihre beiden Assistenten, bestieg Barbara Matthies die Kanzel – und sie begann ihre Predigt mit den Worten:
„Wie könnte es klingen….ich fang mal an:
Ich will ein Lied für dich singen, und du hörst mir zu,
einfach „ich liebe dich sagen“, mit Tönen dazu.
Ja, so könnte es klingen.....“ Nur, dass an diesem Sonntag nicht Jesaja dem Weinbergbesitzer ein Lied sang, sondern die ganze Gemeinde sang für Barbara Matthies.

Sie ist nun von der Kirchenleitung bevollmächtigt, im Pfarrsprengel Großbeeren und in der Region Teltow des Kirchenkreises Teltow – Zehlendorf mit den Gemeinden Gottesdienst zu feiern. Eine Aufgabe, der sie sich mit viel Freude und Engagement widmen wird. Davon durften wir uns in vorangegangenen Gottesdiensten bereits überzeugen, die Frau Matthies mit unserer Gemeinde gefeiert hat.

Übrigens werden Prädikanten örtlich und zeitlich begrenzt beauftragt und haben eine jährliche Fortbildung nachzuweisen. Ihr Dienst ist prinzipiell ehrenamtlicher Natur.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Empfang im Pfarrhaus mit Kaffee und Kuchen, vielen Gratulanten, Blumen und manch nettem Gespräch.

Zum Abschluss dieses ereignisreichen Vormittags erklang in unserer Schinkelkirche die erste Strophe von Schillers „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Symphonie – ein Gemeinschaftsprojekt, dass unsere Kirchengemeinde vielleicht am 29. Juli bei Daniel Barenboims größtem virtuellem Chor in der Waldbühne dabei sein lässt.

Ich freue mich ganz besonders, dass sich so viele Sänger daran beteiligt haben.

Marie-Luise Kober

Abschied von Südafrika?

Seit vielen Jahren hält unser Kirchenkreis mit einem Kirchenkreis in Südafrika Kontakt. Diese Partnerschaft mit Mphome entstand noch zu Zeiten der Apartheid und es ist in diesen Jahren viel passiert. Wir hatten so manchen Besucher aus Südafrika in unserem Kirchenkreis. Und auch von unserer Seite waren regelmäßig Abgesandte in Südafrika, um den Austausch zu pflegen. Nach der Apartheit hat sich vieles verändert. Die Menschen und somit auch unsere Brüder und Schwestern der Partnergemeinden sind freier und somit selbstständiger geworden. Viele Fragen, die sich früher stellten, stellen sich heute nicht mehr. Andere Fragen haben mit der jetzigen Situation in der RSA zu tun, es sind all-tägliche Probleme, die ein anderes Mittragen von Freunden fordert als früher. Waren es früher häufig noch Projekte, die wir zum Teil finanziell unterstützten, so ist heute vor allem unsere mentale Unterstützung im Gebet gefragt.

Beidseitige Kontakte waren, was den Zeitfaktor betrifft, immer ein Problem, denn vieles läuft in der RSA nicht so einfach wie hier. Die Anforderungen, die die Zeit an die Menschen dort stellen, sind anders geworden. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der direkte Kontakt nicht zu ihren Prioritäten gehört, besonders wenn man bedenkt, dass auch innerhalb der Struktur der südafrikanischen Gemeinde absehbar wird, dass sich so manches Alte, Festgefahrene löst und vieles hinterfragt werden muss.

Schon lange haben wir diese Entwicklung und die möglichen Konsequenzen für uns im Südafrika-Partnerschaftskreis diskutiert. Nach langem Überlegen und nicht ohne ein gewisses Bedauern sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir unseren Auftrag, den wir von der Kreissynode erhalten haben, so nicht länger wahrnehmen und ausführen können. Trotzdem ist es uns wichtig, dass der Kontakt mit unseren Schwestern und Brüdern in der RSA nicht abbricht. Darum haben wir beschlossen, unseren Kreis aufzulösen, nicht aber unseren Auftrag ad acta zu legen. In der Hoffnung, dass etwas Neues entsteht, dass der Auftrag auf einem anderen Niveau wieder Leben erhält und auch die Kreissynode sich zu ihrer Verantwortung bekennt, haben wir den Auftrag mit der entsprechenden Begründung zurückgegeben. Bestehende Kontakte besonders zwischen Gemeinden sollen erhalten bleiben und weiter gepflegt werden. In diesem Sinne dürfen wir z.B. Ende Juni wieder Freunde aus Südafrika auch in unserer Gemeinde begrüßen. Mit ihnen werden wir die Situation sicher noch einmal besprechen und erklären. Aber der Partnerschaftskreis Südafrika wird sich auflösen, sobald alle Formalitäten erledigt und alle noch offenstehenden Fragen geklärt sind.

Das bedeutet auch für mich, als Vertreterin des Pfarrsprengels Großbeeren in diesem Kreis, das Ende meiner offiziellen Arbeit. Die Arbeit hat mir viel Freude gemacht. Und so möchte ich die Gelegenheit nutzten, mich für die Unterstützung des GKR und auch der Gemeinde herzlich zu bedanken.

Celine van der Hoofd

Rückblick auf einen Familiennachmittag

Am Nachmittag des 18. Februar 2012 war die Gemeinde eingeladen, sich ein wenig in die Welt von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ entführen zu lassen. Zahlreiche große und fast ebenso viele jüngere Gäste verfolgten gespannt wie der evangelische Pfarrer i. R. Klaus Grammel aus seinem Buch „Warum ist denn die Königin so böse?“ las. Dabei ging er immer wieder durch Erläuterungen oder Nachfragen insbesondere auf die anwesenden Kinder ein, die sich – zum Teil schon mit Vorkenntnissen – gerne beteiligen ließen.

Mit Hilfe eines fiktiven Zwiegesprächs des durchaus auch zu Scherzen aufgelegten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und seines Freundes und Volkstheaterleiters Johann Emanuel Schikaneder auf der einen Seite und Musikbeispielen andererseits wurde in Ansätzen die Handlung der „Zauberflöte“ entwickelt. Es war zu erfahren, dass diese Oper nicht für die feine Gesellschaft, sondern für die einfachen Leute erdacht worden sei. Deshalb ist die Mitwirkung eines schrecklichen Drachens oder einer gefährlichen Schlange unerlässlich, um die Spannung in diesem Werk auf zu bauen. Andererseits muss dieses Ungetüm aber auch bald getötet werden, damit sich das Publikum nicht zu sehr gruselt.

Auf sehr kindgerechte Weise stellte Herr Grammel einige wesentliche Personen des Stückes vor, so einen vornehmen Prinzen, der sich zunächst auf Grund eines bezaubernd schönen Bildnisses in eine Prinzessin verliebt. Der bodenständige Vogelhändler Papageno wünscht sich sehnsüchtig ein „Mädchen oder Weibchen“, bevor er über Umwege auf seine Papagena trifft. Auch ein weiser Mann mit dem erhabenen Namen Sarastro darf nicht fehlen, dessen Würde durch seine tiefe Bassstimme hervorgehoben wird und der verkündigt, dass man in seinen heiligen Hallen die Rache nicht kenne.

Nur warum denn die Königin so böse ist, konnte aus Zeitgründen nicht mehr geklärt werden. Da Herr Grammel aber eine ausreichende Anzahl von Exemplaren seines humorvoll geschriebenen Buches mitgebracht hatte und diese auch regen Zuspruch fanden, werden es viele Besucher dieses Familiennachmittags kaum erwarten können, der Frage nach der Königin selbst nachzugehen.

Vielen Dank für diese Veranstaltung, die möglicherweise bewirkt, dass sich der eine oder andere Große oder Kleine die „Zauberflöte“ wieder einmal oder auch erstmals zu Gemüte führt.
Für die Kinder klang dieser Nachmittag, dem sie interessiert und konzentriert gefolgt waren, mit dem Basteln einer mit Farben, Federn und Schmucksteinen zu verzierenden Augenmaske aus.

Angelika Deckwerth

Empfang der Ehrenamtlichen

Nach getaner Arbeit wird ausgeruht, gut gespeist, oftmals gefeiert – und gedankt. So geschehen am 18. Januar des neuen Jahres im Gemeindesaal des Pfarrhauses. Herr Pfr. Manntz hatte die „Ehrenamtlichen“ sowie auch Gäste zum Empfang eingeladen, ein paar gesellige Stunden zu verbringen. Dankesworte hatte der Pfarrer für alle, die im vergangenen Jahr irgendetwas für die christliche Gemeinschaft getan hatten, etwa größere anstrengende sowie kleinere weniger aufwendige Sachen zu erledigen. Ein anschließendes Programm mit einem Alleinunterhalter ermunterte die Gäste in gekonnter Weise.

Viel Applaus bekam er, demzufolge gab es auch Zugaben.

Danach eröffnete Herr Pfr. Manntz das kalte Büffet mit den tollen Sachen, die von „hauptamtlichen Mitarbeitern“ für die „Ehrenamtlichen“ liebevoll zubereitet und gestaltet waren.

Ausgiebig wurde davon Gebrauch gemacht. Für diese gemütlichen Stunden danken alle „Eingeladenen“ Herrn Pfr. Manntz und seinem Team recht herzlich.

Edeltraud Schmuck

Ausflug der Frauenhilfe am 26.09.2011

Und wieder wurde ein Ausflug der Frauenhilfe gestartet. Großbeerener, Kleinbeerener, Frau Leue aus Heinersdorf, Frau Barkow aus Birkenhain, sowie Gäste waren die Teilnehmer.
Wie jedes Jahr begleitete uns Pfr. Manntz. Der freundliche Busfahrer chauffierte uns ins „Schenkenländchen“ nach Teupitz.

Der schmale Weg zu „Bohr´s Brücke“ der Dahme-Schifffahrt war schnell gesichtet. Kaffeeduft kam uns schon entgegen. Bei herrlichem Wetter und ruhiger See schipperte der Kapitän uns durch mehrere Seen. Von weitem grüßte der Kirchturm von Groß-Köris. Die grüne Natur, Kaffee und Kuchen trugen zur Entspannung bei.

Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir wieder die Anlegestelle. Der Busfahrer fuhr uns zum nahegelegenen „Waldfriedhof“ nach Halbe. Eine Führung erklärte Näheres zu diesem großen Friedhof. Unter märkischen Kiefern ruhen Sieger und Besiegte , die sich in den letzen Wochen des Krieges 1945 ein Gefecht lieferten. Der „Kessel von Halbe“ ging in die Geschichte ein. Zur Erinnerung waren Grabplatten mit Namen oder auch nur Nummern versehen. So mancher Besucher erinnerte sich wieder an eigene Kriegsschicksale.
Nachdenklich endete der Rundgang für uns.

Jetzt ging es wieder in Richtung Heimat, aber nur bis Löwenbruch, zur kleinen Dorfkirche. Herr Ullrich erzählte uns Wissenswertes über diese Kirche. Uns beeindruckte der hohe Altar mit der Kanzel dazu, sowie der schöne Taufstein. Von besonderer Art waren die kleinen Eingangstüren zu den jeweiligen Sitzbänken.

Ein aufschlussreiches Wechselgespräch zwischen Pfr. Manntz – Fr. Gensert, danach Gesang, sowie die Andacht mit dem Segen beendete den Kirchgang.

Zum Abschluss der Fahrt kehrten wir in den „Gasthof zum Löwen“ zu Fam. Ullrich (vormals Thieme) unweit der Kirche ein. Das vorbestellte und schmackhafte Essen wurde zügig serviert. Nach dieser Stärkung und vielem Erzählen, traten wir beeindruckt von allem die kurze Heimreise an.
Die Frauenhilfe bedankt sich bei denen, die zum guten Gelingen des schönen Tages beigetragen haben.

Im Namen der Teilnehmer
Edeltraut Schmuck

Jugendreise nach Taizé

"Taizé kann man nicht beschreiben, Taizé muss man erfahren", das sagen viele Jugendliche, wenn sie zum ersten Mal von diesem Ort berichten. Mit insgesamt 21 Jugendlichen aus der Region Teltow und aus Berliner Gemeinden unseres Kirchenkreises, haben wir uns in den Sommerferien auf Entdeckungsreise begeben.

Jedes Jahr, von Februar bis November, verwandelt sich ein Hügel im Süden Burgunds in einen Treffpunkt für zehntausende Jugendliche aus aller Welt. Als Frére Roger zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zum ersten Mal dorthin kommt, ist Taizé ein kleines, abgelegenes Dorf. Zwei Jahre lang, nimmt er in seinem Haus Flüchtlinge, vor allem Juden auf. Nach dem Krieg schließen sich ihm einige Studenten an, sie werden die ersten Brüder von Taizé. Sie leben von ihrer Hände Arbeit. Gemeinsam beten sie in der romanischen Dorfkirche. Heute betet man dort in einer großen Kirche, die mehreren tausend Menschen Platz bietet.

An einem Sonntagnachmittag im Juli sind wir mit unserer Gruppe in Taizé angekommen und wurden in unserer Muttersprache in Empfang genommen. Schnell war das gemeinsame Zeltdorf aufgebaut und die Woche konnte beginnen.

Man kommt nach Taizé, um andere zu treffen, gemeinsam zu suchen und zu beten. Jeden Vormittag wird über die Quellen des Glaubens nachgedacht. Brüder der ökumenischen Communauté geben Einführungen. Sie sind heute etwa einhundert und kommen aus über fünfundzwanzig Ländern. Danach gibt es Gespräche in Kleingruppen, man hört einander zu. Morgens, mittags und abends kommen die Brüder mit allen Gästen zum gemeinsamen Gebet zusammen. Es ist ergreifend zu erleben, mit über 3000 Menschen in Ruhe und Stille in der großen Kirche zu beten und zu singen.

Das Singen in Taizé hat dabei eine ganz besondere Bedeutung. Wenn man mit so vielen Leuten zusammen singt, spürt man die Kraft, die in dieser Form des Gebets liegt. In Taizé entdeckt man auch einen einfachen Lebensstil, für viele ist das eine neue Erfahrung. Es gibt keine Angestellten, die sich um die drei- bis sechstausend Jugendlichen kümmern, die die Communauté in jeder Sommerwoche zu Gast hat. Alles beruht auf der Beteiligung jedes Einzelnen, auch bei der praktischen Arbeit.

Der Wunsch der Brüder von Taizé ist es, dass Jugendliche an diesem Ort Vertrauen schöpfen. Ein Vertrauen, dass ihr Leben von Grund auf prägen kann, aus dem sie sich öffnen und über sich hinauswachsen können. In Taizé kann man ganz selbst sein oder die Gelegenheit finden, sich selbst zu entdecken. Unsere Jugendlichen haben diese Gelegenheit reichlich genutzt und sind mit vielen tollen Erfahrungen nach Hause zurückgekehrt. "Auf Wiedersehen Taizé!", das haben viele unserer Jugendlichen wörtlich gemeint und freuen sich schon jetzt auf das europäische Jugendtreffen von Taizé, dass in diesem Jahr über den Jahreswechsel in Berlin stattfinden wird (www.taize-berlin.de).

Henry Sprenger, Regionaler Jugendmitarbeiter

Letzte Änderung am: 08.11.2016