Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Gedanken zur Jahreslosung 2018

von Christian Manntz

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wasser. umsonst.  Offenbarung 21,6

Was war das für ein Jahr! 500 Jahre Thesenanschlag in Wittenberg. Wir haben es gefeiert. Mit Speis und Trank - nicht nur beim Lutherfrühstück und beim Luthermahl. Mit spannenden Gedanken - nicht nur bei unseren Vorträgen. Mit Gemeinschaft und Geborgenheit - nicht nur in unseren Gottesdienste. Mit Freude und Genuss - nicht nur bei unseren Konzerten. Mit Aktion und Abenteuer - nicht nur bei unseren Schatzsuchen. Musik gab´s in der Scheune, Lesenachtgeschichten im Pfarrhaus und eine lange Nacht für Konfirmanden gab es auch. Lutherbecher und Luthersprüche, Lutherlieder und Lutherpredigten haben uns begeleitet. Es war ein intensives Jahr mit Spannung und Freude… und Wehmut gab es auch, beim Abschied von Annette Bernard und Sonja Möhlenkamp nach 20 Jahren Jungendarbeit. Was für ein Jahr! Denn ganz nebenbei war da ja noch das Übliche zu tun, von „A“ wie Adventsmarkt bis „Z“ wie Zollpapiere… Mit großer Bewunderung schau ich zurück, auf so viel ehrenamtliches Engagement. Dankbar bin ich, dass sich so viele Menschen so sehr eingebracht haben. Und ich glaube, für die aller, aller meisten, die dabei waren, war es richtig gut.

Was bleibt, was nehmen wir mit ins Neue Jahr? Viele interessante Erfahrungen. Mit Recht auch einigen Stolz. Und ein gutes Maß Erschöpfung.

Da kommt die Jahreslosung grad zur rechten Zeit: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wasser umsonst.

Und davon leben wir. Es macht uns lebendig. Wenn wir müde sind, erfrischt es uns. Wenn wir den Kopf verlieren, macht es uns klar. In der Trockenheit ist es uns Regen, in der Hitze der See. Wir sind damit getauft und es nimmt uns unsere Schuld. Es ist uns Glaube, Hoffnung oder Trost.

Manchmal frag ich mich, wie die anderen das machen, ohne diese Quelle. Es geht. Offensichtlich. Man kann auch ohne Glauben leben, ohne die Hoffnung des Himmels und ohne den Trost der Ewigkeit. Aber ich will nicht drauf verzichten. Mir tut es gut, dass meine Zeit in der Ewigkeit aufgeht. Mir gibt es Kraft, dass meine Hoffnung weiter reicht, als meine Augen sehen. Und ich werde auch im Neuen Jahr aus dieser Quelle trinken. Sie doch ganz bestimmt ebenso?

Auch wenn 2018 nur das Übliche auf uns wartet. Trotzdem ist vom Abendmahl bis Zitronenkuchen wieder alles dabei. Und hier und da fällt uns bestimmt noch etwas Neues ein. Haben sie eine Idee? Dann raus damit! Wir sehen uns, hoffentlich, oft, an der Quelle, mit bloßen Händen jenes Wasser schöpfend, das unserer Seele so gut tut. Ich wünsche Ihnen ein erfrischendes Neues Jahr.

Letzte Änderung am: 11.01.2018