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RSSPrint

Gedanken zum Monatsspruch März

von Celine van der Hoofd 

Was für ein wundervoller Monatsspruch. Eigentlich ist es ein Ausruf: Es ist vollbracht! Drei Worte nur und doch sagen sie alles.  Es ist vollbracht bedeutet auch, dass etwas beendet, ja gar vollendet ist. Als Jesus dieses Wort sagte, übrigens das Letzte der sieben Worte, die Jesus am Kreuz sagte, hatte er seinen Auftrag hier auf Erden vollendet. Er hatte den Kampf gewonnen, hatte sich dem Willen seines Vaters gebeugt. Nicht weil der Vater der alles bestimmende Patriarch war, sondern weil auch er, Jesus, das wollte. Er hat durchgehalten, obwohl er als Menschensohn Schmerz, Angst und Hunger kannte. Auch diese letzten Schritte zum Kreuz waren schwer für ihn, machten ihm Angst. In Markus 14,35-39 wird berichtet, wie es ihm schwerfällt und er den Vater bittet, dass, wenn es möglich ist, dieser Kelch an ihm vorrübergehen solle. Aber Jesus hat durchgehalten: Nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille. Und damit hat er etwas zu Ende gebracht, was sich für uns Menschen über Jahrtausende zu einem hoffnungslosen Kampf entwickelte: Wieder in eine lebendige Beziehung zu unserem Schöpfergott zu treten. 

Uns Menschen blieb nichts anderes übrig, als dies mit eigener Leistung und Kraft zu versuchen. Aber eben, weil wir Menschen sind, war dies von vornherein unmöglich und zum Scheitern verurteilt – bis zu dem Moment, als Jesus am Kreuz ausrief: Es ist vollbracht!  Was gibt es Größeres, als wenn die dunkle Vergangenheit ad acta gelegt werden kann, wenn Wege wieder begehbar werden, wenn tiefe Täler überwunden werden können, wenn wir auf die Sonnenseite des Lebens wechseln können, ohne dafür Zoll bezahlen zu müssen, ohne uns selbst verkaufen oder in eine andere Abhängigkeit gehen zu müssen.  Passend, dass dieser Monatsspruch gerade im März steht. Ich freue mich sehr auf diesen Monat, die graue Zeit des Winters ist vorbei. Viele Menschen sagen auch hier aus vollem Herzen: Es ist geschafft, endlich sind diese dunklen Tage vorbei, jetzt wird alles wieder gut. Aber in der Natur wird nicht alles nur gut, nein, vieles wird wieder neu. Neues Leben entsteht. Sei es das Gras und die Blumen die wachsen, seien es die Vögel die brüten, und und und. Ja, ein Leben mit Jesus ist zwar nicht immer einfach, im Gegenteil. Aber es findet definitiv auf der Sonnenseite des Lebens statt. Und noch etwas: Dieses „Es ist vollbracht“ bedeutet nicht nur einen Schlussstrich, ein Ende von so vielem Belastenden. Nein, es bedeutet auch einen Neubeginn. Und zwar für jeden Einzelnen unter uns. Das zeigt uns auch der Monatsspruch für April: „Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Johannes 20,21) Jesus sendet uns aus in die Welt. Welchen Auftrag er uns gibt, ist sicherlich mal Thema für einen anderen Artikel. Aber jetzt heißt das erstmal, dass wir frei sind, das Leben wieder in Angriff zu nehmen, jetzt nicht mehr als Belastung und ständig in der Angst, ob wir das auch schaffen, sondern voller Freude und im Vertrauen darauf, dass wir von allem, was uns hindert, befreit sind.  Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Ich weiß, dass es viele in unserer Gemeinde gibt, die sich gar nicht so frei fühlen, weil sie durch Krankheit und Sorgen sich nicht so frei fühlen und bewegen können, wie sie gerne wollten. Nein, es ist mehr eine innere Freiheit, die sich aber auf unser Leben auswirkt. Und wissen Sie, was mich so froh macht? Bevor Jesus uns in die Welt hinausschickt, gibt er uns erstmal seinen Frieden: Frieden sei mit Euch!  Das wünsche ich Ihnen auch für die kommenden zwei Monate: Gottes Frieden sei mit Ihnen, damit Sie mit dieser Stärkung den Aufbruch in Gottes Schöpfung spüren können, damit Sie neue Freude am Leben bekommen und damit Sie Gottes Nähe und sein Begleiten jeden Tag aufs Neue spüren dürfen. 

Letzte Änderung am: 03.03.2018