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Wir über uns - der Pfarrsprengel Großbeeren – Kleinbeeren – Heinersdorf

Zum Pfarrsprengel Großbeeren gehören die Gemeinden Großbeeren inklusive des Ortsteiles Neubeeren (ca. 1.300 Gemeindeglieder), Kleinbeeren (ca. 270 Gemeindeglieder) und Heinersdorf mit seinen Ortsteilen Heinersdorf, Birkenhain und Birkholz (ca. 130 Gemeindeglieder).

In Großbeeren gibt es eine lokalhistorisch bedeutende Schinkelkirche, die im Jahr 2011 umfangreich saniert wurde. In Kleinbeeren findet das Gemeindeleben vor allem in der etwa 700 Jahre alten Dorfkirche statt. Heinersdorf hat durch einen Bombenangriff im Jahr 1943 seine Kirche verloren. Der noch bis in die 50-er Jahre genutzte Turm wurde schließlich gesprengt. Der Pfarrsprengel hat seit den 70-er Jahren des letzten Jahrtausends die jetzige Gestalt. Kleinbeeren, das bis dahin mit Diedersdorf einen Pfarrsprengel gebildet hatte, gehört seitdem auch dazu.

Wie in den übrigen Gemeinden des so genannten Speckgürtels hat auch der Pfarrsprengel Großbeeren durch Zuzug ein großes Wachstum erfahren. Besonders Großbeeren und Kleinbeeren haben durch neue Baugebiete profitiert. Heinersdorf ist nur in geringem Maße gewachsen.

Heinersdorf: Schon mein Vorgänger stellte die regelmäßigen Gottesdienste in Heinersdorf ein. Auch jetzt ist kirchliches Leben in Heinersdorf nur in geringem Maße präsent. Aber als wir im Mai 2005 ein lange gewünschtes Projekt zum Abschluss bringen konnten und einen Glockenturm zur Erinnerung an die Kirche einweihten, waren die Erfahrungen beim Freiluftgottesdienst so erfreulich, dass sich der Pfarrsprengel nun einmal im Jahr auf nach Heinersdorf macht.

Kleinbeeren: Im zweiten kleineren Ort unserer Kommune ist das Gemeindeleben wesentlich lebendiger. Unser einziger Raum ist die Kirche. Hier findet 2 mal monatlich Gottesdienst statt. Darüber hinaus nutzen Kreise einen Raum im Turm für Zusammenkünfte. Inzwischen haben neben den Alteingesessenen, die vor allem durch die ältere Generation präsent sind, auch Neukleinbeerener die Kirche als ihre Kirche entdeckt. Der Sprengelgottesdienst zu Himmelfahrt, die inzwischen nach Kleinbeeren zurückgekehrten Konfirmationsfeiern und der einmal im Monat stattfindende Kindergottesdienst unterstreichen dies.

Großbeeren: Der Hauptteil des Gemeindelebens findet im größten Ort, in Großbeeren, statt. Hier sind ca. 25% der etwa 5.000 Einwohner evangelisch.

Das Gemeindeleben umfasst die Christenlehre, den Konfirmandenunterricht und die Junge Gemeinde, die Zeit von Kindheit und Jugend komplett. Für die Erwachsenen und Senioren gibt es regelmäßig musikalische Angebote (Chor und Singkreis) und thematische Begegnungen (Frauenhilfe, Besuchs – und Helferkreis). Darüber hinaus bestimmen Projekte unsere Arbeit (u. a. Bibelwoche, Familienfreizeit, Lesemarathon, Filmabende, Hilfsprojekt, offene Kirche). Wir wollen Kirche für alle Menschen unseres Ortes sein. Dennoch setzen auch wir Schwerpunkte.

Vor allem die Kinder -und Jugendarbeit liegt dem Pfarrsprengel am Herzen. Ausdruck dessen war die Anstellung einer Gemeindepädagogin. Wir sind der Auffassung, dass die Kirche dem zunehmenden Traditionsabbruch vor allem durch regelmäßige Kinderarbeitsangebote begegnen sollte. Unsere 5 Christenlehregruppen werden wöchentlich von 80 – 90 Kindern besucht. Hier in der Gemeinde, auf dem Pfarrhof, in den Räumen und in der Kirche lernen die Kinder, was Gemeindeleben, was Frömmigkeit bedeutet.  

Dankbar sind wir auch, dass aufgrund der ehrenamtlichen Tätigkeit zweier Frauen die Jugend ein fester Bestandteil unserer Gemeinde ist. Allgemein ist das ehrenamtliche Engagement im Pfarrsprengel hoch. Die hauptamtlichen Mitarbeiter bedanken sich deshalb am Jahresanfang bei den Helfern mit einem Neujahrsempfang.

Zwei besondere Projekte verdeutlichen zudem, dass sich unsere Gemeinde als integrierter Teil der Kommunalgemeinde verstehen. Beide Projekte sind gleichsam die diakonische Außenseite des Pfarrsprengels. In Kooperation, mittlerweile mit der Johannitern Unfallhilfe e.V., läuft seit vielen Jahren ein Gemeindeschwesterprojekt. In ihm leisten 5 Teilzeitkräfte ambulante Pflege in unserem Sprengel. Die Abrechnungs – und Qualitätssicherungsebene wird durch die Johanniter übernommen. Wir als Pfarrsprengel sind vor allem bei der Personalauswahl beteiligt, da uns die Gemeindenähe wichtig ist. Außerdem bezuschussen wir das Projekt, damit die Krankenschwestern über den Leistungskatalog der Versorgungsträger hinaus für die Menschen da sein können.

Ein weiteres Projekt mit Außenwirkung ist unser Hilfsprojekt für Bosnien. Nicht nur durch die Projekte sind wir als Gemeinden mit den Bürgern jenseits der kirchlichen Grenzen verknüpft. Es laufen regelmäßig Veranstaltungen mit Partnern aus der Bürgergemeinde. Dabei kooperieren wir mit der Bibliothek, mit gesellschaftspolitischen Vereinen, mit der Feuerwehr, dem Gemischten Chor, der Schule und der Kommune.

Vor allem bei den vielen Festen des Ortes sind wir, wie die anderen gesellschaftlichen Gruppen, vertreten. Ebenso bieten wir monatlich kulturelle Veranstaltungen an (Konzerte: klassisch und modernere Konzerte, Film im Pfarrhaus usw.). In diesen Komplex gehört auch die Besonderheit Großbeerens: das Siegesfest. Am 23. August 1813 fand hier eine Schlacht der Befreiungskriege statt. Schon im Jahr darauf hat mein damaliger Amtsvorgänger, Prediger Schulze, ein Gedenkgottesdienst ins Leben gerufen und damit das Siegesfest initiiert. Inzwischen ist die Erinnerung an die Schlacht zum Volksfest geworden, zu dessen Höhepunkt eine Schlachtdarstellung gehört.

Wir als Kirche kommentieren das Militärspektakel kritisch, indem wir jährlich in unseren Räumen eine Ausstellung der Friedenbibliothek / Antikriegsmuseum zeigen und zum Abschluss der Feierlichkeiten zu einer Friedensandacht einladen. Dennoch beteiligen wir uns auch am Fest mit einer Offenen Kirche, einem Freiluftcafé und einem Trödelmarkt. Die Einnahmen aller Aktionen kommen unserem Hilfsprojekt in Bosnien zu Gute. Mag dieses letzte Beispiel verdeutlichen, wie wir versuchen christlicher und kritischer Teil unseres Ortes zu sein.

Zu unserem Pfarrsprengel gehören auch die Friedhöfe in Großbeeren, Kleinbeeren und Heinersdorf. Für die Kapellen in Groß- und Kleinbeeren trägt die Kirchengemeinde die Verantwortung, in Heinersdorf die Kommune.

Ebenso wird in einer Kirchengemeinde immer auch gebaut. Auch in den zurückliegenden Jahren ist einiges geschehen:

Größere Bauvorhaben der letzen Jahre:

2001/2002 Grundsanierung und Umbau Pfarrhaus
2002 Um - und Ausbau Nebengelass
2003 Sanitär - und Küchentrakt Kirche Kleinbeeren
2005 Errichtung Glockenturm und Erinnerungswand Heinersdorf
2006 Um - und Ausbau Friedhofskapelle Großbeeren
2008/9 Einbau eines Gruppenraumes in den Kirchturm Kleinbeeren und
Sanierung des Kirchraumes
2011/12 Größere Sanierungsarbeiten an der Kirche
2012 Restaurierung der Orgel
2012 Aufstockung Hofgebäude
2015 Umbau Jugendhütte



Pfarrer Christian Manntz

Letzte Änderung am: 11.06.2017