Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen

200 Jahre Schinkelkirche Großbeeren – Nachrichten aus der Provinz

Nachrichten aus der Provinz

7. Teil

Feuer! Feuer!

Pfarrer Adolph Parisius' Feder stockte. "Ach, so kann ich doch nicht über die Bataille von Großbeeren berichten" sagte er zu sich. "Der Wandel der Weltgeschichte, in seinen wechselnden Figuren und Feuersbrünsten" - nein. Schließlich kann man die Weltgeschichte nicht an einer kleinen Kirche festmachen.

Oder vielleicht doch, als "historia in nuce", einer kleinen geschichtlichen Abhandlung, in deren Spiegel die großen Ereignisse sich kreuzen. Was aber ist Groß und Klein in der Geschichte?

Für seine gewärtigen und vielleicht künftigen Leser spielte dieser Gedanke doch keine Rolle. Und so war es schon immer gewesen, und würde wohl auch so bleiben. Hatte es nicht eine gewisse Gleichgültigkeit für das Schicksal eines einzelnen und sein Tagwerk, wer gerade Kaiser oder König war? Welche Figuren auf der Bühne ein neues Stück gaben?

Vielleicht macht mich das Studium der Geschichte auch zu unempfindlich gegen die täglichen Erfordernisse, dachte er sich. Da ich von oben zurückblicke, und die Kleinigkeiten, die damals viel wichtiger waren als jetzt, notwendig übersehen muss.

Dem Zeitgeist der historischen Geschichtsschreibung freilich entspricht es, dass alle Historie sich zu einem großen Ziel hin entwickelt hat. Dann müsste dieses Ziel ja am Anfang schon da gewesen sein.

Aber wie viel Gelegenheit und Zufall, wie viel Verpasstes, und wieviel Gottes Hand spielten da hinein, wenn alles nur ein gefasster Plan war, an dem man nie rütteln konnte.

Er blickte auf seine Kirche vor seinem Fenster, wie er es immer tat, wenn er die Geschichte der Kirchengemeinde Großbeeren niederschrieb. Was könnte sie erzählen?

Er strich das zuletzt Geschriebene.

"Großbeeren, 10. Januar 1898." Zunächst also das Datum.

Neben ihm lag eine kleine, leicht vergilbte Broschüre: "Authentische Nachrichten über die Kirche zu Großbeeren." Sie war einst von seinem geschätzten Vorgänger Pfarrer Schultze verfasst worden. Ach, der Pfarrer Schultze. Er teilte sein Interesse "nach der Historie", wie er zu sagen pflegte. Später erblindete Schultze, zu Lebzeiten kämpfte er mit den Possierlichkeiten der Behörden, die keine Gewähr zwecks der Schwammbekämpfung einzugehen geneigt war. Pfarrer Schultze berichtete von so vielen kleinen Dingen, dem täglichen Kram. Aber das war es wohl. Die dauernde Fortsetzung des alltäglichen Krams, das so schwer und leicht war, immer wieder. Das schnelle, tägliche Leben, das blüht und zugleich vergeht, voran durch alle Zeiten. Das musste getan und beschrieben werden.

Mit dieser gedanklichen Aussöhnung war Parisius zufrieden, behaglich strich er über seinen Bauch und nahm sich unter diesem Gesichtspunkt nochmalig sein zuletzt geschriebenes Stück vor. Denn gerade hatte er den Brand der alten Kirche beschrieben, die im Siebenjährigen Krieg vom Alten Fritz in Asche aufgegangen war und auf deren Festen man die neue, von Schinkel entworfene Kirche gepflanzt hatte.

Mit der Schrift in der Hand ging er auf und ab. Ja, aus diesen Zeilen rochen der Ruß und die Glut. Eine lebendige Beschreibung war ihm wichtig. Es musste nach Ruß riechen, wenn es um einen Brand ging. Er selbst hatte die derart in das Studium vertieft, dass er von diesem historischen Ereignis geträumt hatte. Überaus lebhaft sah er die Szene, wie aus seiner eigenen Erinnerung. Es musste sehr nah an der Wirklichkeit sein, denn der Geruch von Verbranntem nahm mit weiterer Lektüre zu, so dass sie sogar seine Sinne zu täuschen begann. Von draußen hörte er sogar "Feuer! Feuer!" - Rufe.

Ein Seitenblick durchs Fenster offenbarte ihm, dass schwarzer dichter Qualm vom Kirchendach des Seitenflügels aufstieg, und bereits eine Menge um das Gotteshaus versammelt war, die löschte.

Nein, es war kein Alp, die Kirche brannte. Und vor seinem Angesicht ereignete sich ein Geschehen, dessen Geschichte er des Abends lieber nicht niedergeschrieben hätte.

Dass ein Pfeiler durch den Ofen in Brand geraten war, und Teile des Daches angegriffen hatte. Und dass durch das beherzte Eingreifen der Einwohner und Gottes schützender Hand, das Schlimmste vermieden werden konnte.

Manfred Michael

Krischan Orth

"Die Doku-Fiktion basiert auf historischen Dokumenten/Fakten des Kirchenarchivs

Großbeeren."

6. Teil

Diebstahl im Gotteshaus

Es war dunkel, Nacht. „Du bist mir auf den Fuß getreten Tölpel!“ „Sei leise. Dein Fluchen weckt noch den Pfarrer.“ Die beiden Gestalten schlichen um die Großbeerener Kirche. „Lass uns umkehren.

Hier gibt es nichts zu holen.“ „Sehr wohl gibt es das. Ich weiß, hab mit eigenen Augen die Diamanten am Kruzifix leuchten sehn. Die holen wir uns. Für jeden mindestens einen. Du könntest deine Schuld zahlen und im Dorfe bleiben. Hast du nicht gesagt, dass dein Ältester hier heiraten will?“ „Ja, aber wir brechen in das Haus Gottes ein.“ „Gott ist für die Armen da. Das weißt du doch. Wir schaffen uns nur einen Zugang in das Gotteshaus, das für uns sowieso offenstehen müsste. Der Pfarrer ist der Frevler, weil er uns die Kirche zuschließt.“

Die beiden dunklen Gestalten huschten um die Kirche und brachen ein Fenster aus seinen Angeln.

Ein paar Splitter fielen zu Boden und leuchteten im fahlen Mondlicht.

Als der Tag erwacht war und Pfarrer Schultze gewohnheitsmäßig die Kirche inspizierte, blinzelte er gegen das Sonnenlicht, das die Kirche erhellte und traute seinen Augen nicht, ob dessen, was er sah. Sein Blick wanderte von den Stufen der Kanzel hinab und hinüber zum Altar.

Er kratzte sich an der Stirn. „Hätten wir noch die Gänse vom Martinsfest, so wären die Diamanten wohl gerettet gewesen. Rom wurde von Gänsen gerettet“ wandte er sich an den inzwischen eingetroffenen Küster Mattias.

Gemeinsam begutachteten sie den Schaden aus der vergangenen Nacht. Ein Sakristeifenster am nördlichen Kreuzarm der Kirche war gewaltsam geöffnet worden.

„Der oder die Diebe sind dann von der Sakristei auf die Kanzel gestiegen, und von dort hinab in den Innenraum gelangt“, mutmaßte Küster Matthias. „Ja, da war es nicht mehr weit zum Altar“, fügte Pfarrer Schultze hinzu. „Hier haben sie den Frevel begangen und das Kruzifix seines Schmuckes beraubt. Entsetzlich!“

Der Küster zeigte in Richtung Taufbecken. „Dann sind sie weiter, und haben das versilberte Taufbecken an sich gerissen. „Dann“, er zeigte auf den Platz, an dem der Leuchter sich zuvor befand, „dann haben sie den Altarleuchter zerbrochen und sind zurück in die Sakristei.“

„Ja, hier fehlen 3 Thaler und 14 Pfennige aus dem erbrochenen Kirchenkasten“, pflichtete der Pfarrer ihm bei. „Gut, dass ich den Klingelbeutel noch geleert hatte. Als wenn ich eine Ahnung gehabt hätte, jedenfalls ist es höchst ärgerlich. Nicht nur, dass wir den Zustand unserer Kirche beklagen müssen, ja, die beiden letzten Winter haben ihr ordentlich zugesetzt und der Schwamm breitet sich auch immer weiter aus. Und nun auch noch diese Schandtat.“

Der Pfarrer wandte sich vom Geschehen ab und hieß den Küster Matthias in den Keller des Pfarrhauses zu gehen und ein paar Flaschen von dem Erdbeergeist, den die Frau des Gutsherrn von Beyer bei ihrem letzten Besuch der Kirche zugedachte, zu holen.

Verwundert, erschrocken und fast despektierlich erwiderte Küster Matthias: „Aber Hochwürden, sie können doch jetzt nicht zu Trinken anfangen.“

„Das habe ich auch nicht vor. Aber ich werde wohl ein paar Flaschen einsetzen müssen, als Preis für die Ergreifung des Diebesgesindels.“

Der Küster ging hinüber ins Pfarrhaus, nicht sicher, was er von all dem halten sollte.

Eigentlich wollte Pfarrer Schultze seinen Küster beschäftigt sehen, Müßiggang ließ er diesem nicht zu. Auch wollte er in seinen Gedanken ungestört bleiben.  

Wehmütig schaute er auf die Orgel. Das königliche Bauamt wollte zwar inzwischen für die Schäden der Kirche aufkommen, für die Orgel könne man aber nichts machen, so hieß es. Putz blätterte derweil von den Wänden und Teile vom Dach und den kleinen Türmen waren bereits abgedeckt.

Dabei war die Kirche gerade mal acht Jahre alt und schon baufällig. Mit viel „hurra“ und Gloria hatte man sie geweiht und gefeiert, und nach kurzer Zeit blätterte nun der Ruhm von den Wänden.

Ach, und das Kruzifix. Seinen Wert hatte es auch ohne Schmuck. Was mochten das für armselige Gestalten sein, die in eine Kirche einbrachen, die sich ohne Gottesehrfurcht am geweihten Kirchengut vergriffen.

Ihm war recht wehmütig zu mute, als er mit ausgestreckter Hand über die Wände streifte und flüsterte: „Immer mehr schwindet Stein um Stein, Fenster und Türme gehen zu Bruch. Mir wird trübe im Anblick deiner Gestalt, auch wenn ich weiß, dass unsichtbar ein größerer Geist in dir waltet.

Der Quell wird nicht versiegen, auch wenn die Zisterne eine Ruine ist.“

 Pfarrer Schultze begab sich in seine Schreibstube, um der Kirchenbehörde und dem Patron schriftliche Mitteilung über den Diebstahl zu geben:

„Es fand sich einerlichen Morgens des 29ten Juli 1829 eines der Luftfenster in dem ersten Sakristeifenster an der Abendpforte gewaltsam geöffnet und ungeachtet des schmalen Raumes müssen die Diebe durch dasselbe in die Sakristei eingedrungen sein, da sämtliche Thüren der Kirche wohl verschlossen befunden wurden. Die Spur führte aus der Sakristei nach der Kanzeltreppe auf welcher sie auf die Kanzel gelangten, und von dieser, was leicht möglich ist, ins Innere der Kirche hinabzusteigen.“

Manfred Michael

Krischan Orth                                                                        

„Die Doku-Fiktion basiert auf historischen Dokumenten/Fakten des Kirchenarchivs Großbeeren.“

 

5. Teil

Ein leibhaftiger Schwamm

 

 

"Der Leibhaftige, der Leibhaftige!" Außer Atem und zitternd am ganzen Körper kam die Hofmagd Eveline vor Pfarrer Carl Schultze zum Stehen, der gerade auf dem Weg zur Kirche war. "Bei meiner Seele Herr Pfarrer", sie verdrehte die Augen und zischte: "Der Leibhaftige war in unserer Kirche." Der Geistliche runzelte die Stirn. "Beruhige Dich. Der Leibhaftige war schon lange nicht mehr in Großbeeren" und er überlegte, ob dies eigentlich überhaupt schon mal der Fall gewesen war. Die Magd ließ nicht ab. "So kommen Hochwürden und sehen Sie selbst."

Hochwürden hob die Arme. "Wartet einen Augenblick. Ich bin für solche Begebenheiten vorbereitet." Geschwind eilte er in das Pfarrhaus zurück, und kam mit einem kleinen Kreuz wieder. "Du kannst durchaus vorangehen, immerhin hast Du die Erscheinung gesehen." Die Magd öffnete die Kirchentür. "Schon seit einiger Zeit" flüsterte sie, "riecht es nach Schwefel, und stets vernehme ich einen merkwürdigen Geruch." "Ja, ich ebenso", gab der Pfarrer zurück. "Ich würde jetzt sagen, dass es eher muffig riecht." Sie zogen an den Holzbänken vorbei, und lauschten. Draußen zwitscherten die Amseln.

"Neben dem Altar." Eveline zeigte nach vorne, auf einen großen Schatten am Gemäuer. Zwei Hörner schienen von einem pferdekopfartigen Wesen abzugehen, das auf den Hinterbeinen stehen musste. Gerade als Pfarrer Schultz das Kreuz erhob, bemerkte er den Ursprung des ungewöhnlichen Schattenwurfs. Ein grüner Belag mit weißem Rand hatte sich an der Mauer und der Holzkonstruktion festgesetzt. Der Pfarrer kniff die Augen zusammen. "Wenn man genau hinsieht", sagte er, "so würde ich sagen, dass es sich um Schimmel handelt." Diesen hatte er bereits vor Tagen mit Schwefeloxid behandelt, das eigentlich zum Schutz der Kräuter im Pfarrgarten diente, und hier seine Wirkung nicht so recht entfalten wollte. "Aber sehen Sie doch Hochwürden. Hier bilden sich deutlich die Hörner heraus." "Du kannst beruhigt sein. Das Kreuz werde ich jetzt nicht brauchen. Dieses Gebilde ist zwar hinterlistig. Aber ich werde in dieser Sache Beistand bei der hiesigen Behörde suchen." "Auf den Bericht vom 31ten Mai des Jahres, die Gros Baerensche Kirchenbausache betreffend." Pfarrer Schultze las das Antwortschreiben der Behörde laut am Frühstückstisch vor. "Der Herr Bau Inspektor Dieme ist heute benachrichtigt, die Schäden zu untersuchen und die zu deren Abstellung nötigen Kosten zu veranschlagen. Vom Erfolge soll näherer Bescheid abhängen. Potsdam den 24. Juli 1824. Königlich Preußische Regierung, Erste Abtheilung."

Durch das Fenster sah der Pfarrer eine Kutsche eintreffen. Ein junger Mann stieg aus und musterte sogleich die Kirche. Noch mit dem Schreiben in der Hand, trat der Pfarrer ihm entgegen. "Gestatten Sie: Bauinspektor Heinrich Dieme, Königlich Preußische Regierung, Erste Abteilung. Sie sind sicherlich Pfarrer Schultze, der die Schäden am hiesigen Bauwerk anzeigte. Ich bitte daher um Einlass, dies zu begutachten." Sie gingen durch die Reihe der Holzbänke, bis sie die Stelle mit dem Schimmel erreichten. "Ah ha. Sepurla Lacrymans", sagte der Bauinspektor beflissen, "ein Hausschwamm. Kommt vor, wenn Feuchtigkeit in das Gebäude dringt. Es kann aber auch genauso gut sein, dass die Verarbeitung zu hastig vollzogen wurde und die Baustoffe noch nicht richtig getrocknet waren. Also Pfusch." Pfarrer Schultze sah ihn fragend an. "Pfusch ist die eigentliche Ursache für Schäden und Verzögerungen", dozierte Dieme weiter, "daher anempfehle ich Ihnen ein kleines Fläschchen mit einem durchsichtigen Elixier, von dem ich hier eine Probe habe. Weitere Flaschen werde ich Ihnen zukommen lassen."

Der Bauinspektor reichte dem Pfarrer das Fläschchen. "Dieses Elixier ist für Mensch und Tier hochgiftig. Es handelt sich um Quecksilber. Vielleicht können Sie Ihren Küster damit betrauen." Er verneigte sich leicht, und verschwand so schnell, wie er gekommen war. Nun stand der Pfarrer noch lange in der Kirche, in der Hand, das verheißungsvolle, giftige Fläschchen. Da fühlte er in seiner Tasche das hölzerne Kreuz. Er hob es gegen das Ungebilde und betete: "Herr, hüte uns vor allem Bösen." Manfred Michael Krischan Orth "Die Doku-Fiktion basiert auf historischen Dokumenten/Fakten des Kirchenarchivs Großbeeren."

 

 

 

4.Teil

Prinzessinnen auf Besuch

„Ach, liebe Tante, ich würde es durchaus nicht als Strafe sehen.“ Prinzessin Alexandrine blickte aus dem Kutschfenster, und betrachtete die vorbeiziehende Landschaft. „Einige Wochen in Abgeschiedenheit werden uns gut tun.“ Prinzessin Wilhelmine schüttelte den Kopf und raffte ihr Kleid zusammen, denn bald sollten sie ankommen. „Du liest zu viel. Überhaupt finde ich, man sollte Romane verbieten. Sie haben eine überaus schlechte Einwirkung auf das jugendliche Gemüt. Einsamkeit, Abgeschlossenheit – das sind romantische Spielereien und keine Attribute, die das Leben spiegeln. Hast du den Werther gelesen?“ „Aber natürlich, liebste Tante. Dieses Gefühl…“ „Ja, mein Kind, wissen Sie denn, wie schädlich er gewirket hat. Wie viele Entleibungen allein dieser Schrift folgten?“ „Aber liebe Tante. Es geht um die absolute Liebe, um Hinwendung, darum, etwas zu tun, was man wirklich will.“ „Kann man denn unwirklich etwas wollen mein Kind?! Sehen Sie doch ein, dass es sich nur um große Reden handelt.“ „Sie wollen wirklich doch gar nicht mit auf diese Reise, liebe Tante. Aber Sie sind wirklich dabei. Und mein Gefühl sagt mir, dass es gut wird.“ Prinzessin Wilhelmine schüttelte erneut den Kopf. „Jetzt machen Sie sich über mich lustig.“

Es klopfte ans Wageninnere, die Kutsche hielt an. „Oh wie aufregend.“ Alexandrine stieg behänd nach draußen. „Oh, wie aufredend dieses Großbeeren“, äffte sie Wilhelmine nach. „Was werden Sie erst sagen, wenn sie einige Wochen in der ärmlichen Pfarrerklause zubringen. Welche Idee ritt bloß Euren Vater?“ Alexandrine drehte sich um, nahm eine steife Haltung ein, und spitzte die Lippen feierlich: „Liebste Tante, Sie wollen doch nicht meinen Vater den König fluchen? Darauf stehet Auskitzeln bis in den Tode.“ Dann lief sie voran, und rief zurück: „Die einzig wahre Seele ist die, die liebt.“ „Ach, das arme Kind, wie grausig verzogen sie doch ist“, murmelte Wilhelmine. „So warten Sie doch.“ Alexandrine eilte begeistert zurück. „Oh, sehen Sie liebste Tante. Alles ist herrliche Natur. Wir sind Natur. Eine wunderbare Heiterkeit hat meine Seele eingenommen, gleich dem süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzen Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend.“ Argwöhnisch blickte sie Wilhelmine an. „Erstens: wir haben Herbst. Zweitens: Sie sind nicht allein. Drittens: Auch wenn ich Natur bin, so kleide ich meinen Steiß. Viertens: War dies etwa ein Zitat aus dem Werther?“ „Ja, liebste Tante. Und das konnten Sie nur wissen, weil Sie ihn selbst gelesen haben. Sie bringen mich auf die Idee zu einem Spiel. Ich werde fortan nur mit Werther Zitaten antworten, um ihnen zu beweisen, dass Weisheit in diesen Zeilen steckt.“ Wilhelmine seufzte und schüttelte stumm den Kopf, und so kamen die Prinzessinnen auf dem Großbeerener Kirchhof an. „Etwas klein geraten, aber ein echter Schinkel, nicht schlecht“, raunte Wilhelmine. „Und das mitten in der Einöde.“ „Die Einsamkeit ist meinem Herzen köstlicher Balsam in dieser paradiesischen Gegend“, erwiderte Alexandrine.

Pfarrer Carl Schultze winkte ihnen von weiten zu. Er stand vor dem Pfarrhaus, um die hohen Herrschaften in Empfang zu nehmen neben dem aufgestapelten Gepäck der Majestäten, das gerade angekommen war. „Welch große Freude, nach dem herrschaftliche Besuch Seiner Majestät, nun auch die königlichen Herrschaften empfangen zu dürfen.“ „Die Ehre liegt auf unserer Seite“, erwiderte Wilhelmine. „Ich lebe so glückliche Tage, wie sie Gott seinen Heiligen aufspart“, sagte Alexandrine. Pfarrer Schultz verneigte sich tief vor ihr. „Wir werden Ihnen einen genehmen Aufenthalt in unserem Weiler verschaffen.“ „Jeder Baum, jede Hecke ist ein Straus von Blumen, und man möchte nur Mayenkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumzuschweben.“ Pfarrer Schultz blickte irritiert zur Seite, denn vielleicht meinte seine Hoheit den Küsterstall, und das war ihm recht unangenehm. Prinzessin Wilhelmine rieb sich die Stirn, und der Pfarrer glaubte, dass ihr unwohl sein könnte. Er fragte sich ob er ein guter Gastgeber für solch hohe Persönlichkeiten sein könnte, als Prinzessin Wilhelmine seine Gedanken kreuzte. „Ich denke“, setzte sie an, „dass der Prinzessin der Umgang mit gewisser Literatur einen gewisses Verhalten auferlegt hat, dass seine Majestät in sorgsamer Umgebung wie der ihrigen vielleicht wieder ablegten könnte.“ Das war halb an den Pfarrer und an Alexandrine gewendet, die aber trotzig antwortete: „Man predigt gegen so viele Laster, ich habe noch nie gehört, dass man gegen die üble Laune vom Predigtstuhl gearbeitet hätte.“ Pfarrer Schultze, der stets auf Ausgleich bedacht war, beschwichtigte: „Gewiss, da lässt sich sicher etwas machen, königliche Hoheit. Eine überaus heitere Idee, wie ich finde. Finden Sie nicht auch gnädige Hoheit?“, fragte er, und wandte sich an Wilhelmine. Diese schwieg, vielleicht war ja ihre Reise beschwerlich gewesen. „Zunächst steht alsbald die Taufe meiner kleinen Tochter an“, setzte der Pfarrer seine Rede fort. Wilhelmine räusperte sich. „Unsere Majestät der König hat erwogen, in Anbetracht der baldigen Taufe, dem Gotteshaus ein üppig geschmücktes Taufbecken zukommen zu lassen, das den neuen Bau trefflich schmücken wird. Es wird in Kürze eintreffen, so dass die Taufe des Kindes bald vorgenommen werden kann.“ „Sie wissen eure Hoheit, dass dies für mich eine sehr große Ehre bedeutet“, antwortete der Pfarrer, „so dass ich Sie beide bitte, dem Kind Pate zu stehen. Natürlich erhält das Kind den Namen seiner hoheitlichen Paten.“ Wilhelmine nickte dem Pfarrer zu. „Darf ich die Herrschaften in das bescheidene Haus bitten?“, fragte er in tiefer Verbeugung, und Wilhelmine erwiderte, während sie eintraten: „Wir Menschen beklagen uns oft, dass der guten Tage so wenig sind, und der schlechten so viel.“ Da prustete Alexandrine los, und konnte vor Lachen nicht vorbringen, dass es jetzt ihre Tante war, die zitierte. Der Pfarrer freute sich, dass er so heitere Gäste hatte. Und Wilhelmine vervollständigte: „Wenn wir immer ein offenes Herz hätten das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch genug Kraft haben das Übel zu ertragen, wenn es kommt.“

Manfred Michael

Krischan Orth

 

 

3. Teil

Seine Majestät vergewissert sich

Der Geruch von Schweinemist stieg König Friedrich Wilhelm III. in die Nase, als er in Gedanken vertieft Richtung Großbeerener Kirchturmspitze schlenderte. Drinnen, in der neuen Kirche, hörte man das Kehren der Besen, denn morgen sollte die große Einweihung gefeiert werden.

Überaus zufrieden musterte seine Majestät den neuen Kirchenbau: Giebel, Türmchen und Fenster. „Ein echter Schinkel“, murmelte er, gotisch modern. Die Flügeltüren standen weit offen, und ein Anflug von Euphorie ließ ihn eintreten, obgleich er ungern erkannt werden wollte. Zwei Invaliden fegten Staub und Mörtelreste zusammen. Mit einem stummen Gruß nickten sie kurz dem Eintretenden zu, ohne recht auf seine Erscheinung zu achten. Der König, etwas irritiert, dass man ihn nicht erkannte, lehnte sich an eine Bank. Er war in Gönnerlaune. „Schön Ihre Neue Kirche“, sagte er. Die beiden schienen sehr in ihre Arbeit vertieft oder sie hörten nicht mehr gut, so dass der König etwas lauter wiederholte „schön die Kirche.“ Da blickten sich beide an, und zumindest einer von ihnen brummte zustimmend. „Wer hat denn diese prächtigen Kirchenbau angeordnet?“ begann der König von neuem. Und als wieder keine Antwort kam: „Ein so prächtiger Bau kann wohl nur an oberster Stelle angeordnet sein.“ „Ja“, antwortete der eine Invalide schließlich, der zuvor gebrummt hatte, und stütze seinen grauen Vollbart auf den Besen. Der andere schien gar nicht sprechen zu können. „Ja“, antwortete er, aber zu spät.“ Seiner Majestät fiel ein, dass die Einweihung der Kirche eigentlich auf den 23. August fallen sollte, des Datum, an dem die Bataille von Großbeeren siegreich geschlagen wurde, aber die Bauarbeiten nicht schnell genug voran gegangen waren. So hatte man als Datum den 08. Oktober gewählt, eingedenk der Einäscherung der alten Kirche durch Kosaken. Und eigentlich war dieses Datum auch falsch, es wäre der 09. Oktober richtig gewesen, aber das war ein Montag. „Gut 60 Jahre zu spät“, unterbrach der Invalide den Gedankengang des Königs. „So lang stand hier nämlich keine Kirche.“ Und der Stumme zeigte in die Nähe des Altars. Unweigerlich folgte der König seinem Fingerzeig. „Und was sehen Sie dort edler Herr?“, fragte der Invalide und stütze sich wieder auf seinen Besen. Dass es sich um einen edlen Herren handeln musste ahnte der Invalide, denn Stiefel und Uniform waren tadellos. Der König blickte vorbei an dem für morgen geschmückten Altar. „Richtig, edler Herr, Sie sehen nichts. Hier wäre durchaus Platz für einen Taufstein gewesen. Aber dass in Großbeeren sich die Christenheit vermehrt, scheint bei der Obrigkeit keinen Nutzen zu haben.“  Der König musterte den Invaliden eindringlich. „Bei ihrem Weg“, so fuhr er fort, und humpelte ein paar Schritte weiter, um seine Arbeit fortzusetzen, „wird Ihnen sicherlich der eindringliche Geruch von Schweinemist aufgefallen sein, der vom Küsterstall kommt. Schickt sich das für einen so edlen Bau? Und unsere Schule ist so klein, dass die meisten Kinder keinen Platz haben und kein Licht, um in ihre Bücher zu schauen.“ Wieder begannen beide stumm zu fegen.

Seine Majestät zog die Brauen nach oben, wandte sich ab, und marschierte ins Pfarrhaus. Dort empfing der Pfarrer überrascht aber in allen Würden. Eilends wurde die Witwe von Geist herbeigerufen, die Frau des letzten Lehensherren. Der König sprach seine Zufriedenheit  über den Bau aus, und wurde von der kleinen Entourage in die Kirche begleitet. Die Orgel donnerte bei seinem Einritt. Seine Majestät blickte sich um, und suchte die beiden Invaliden. Sie waren aber verschwunden.

Manfred Michael

Krischan Orth

 

 

 

 

 

2.Teil

Denkmal oder Kirche?

"Wo ist denn dieses Großbeeren?" Abwechselnd fiel sein Blick dabei auf die beiden Begleiter, und den Nebel vor dem Kutschfenster. Gerade war der Wagen zum Stehen gekommen. Die Begleiter öffneten schnell die Tür, und sprangen voran.

"Der Gesandte des Königs, seine Exzellenz der Geheime Oberbaurat Eytelwein", rief sein Kammerdiener. "Ich kenne meine Titel", fügte dieser mürrisch hinzu. Dabei versank sein rechter Stiefel sogleich knöcheltief im Lehm. "Und meinen Namen. Also: bitte um Antwort." "Exzellenz, Sie stehen bereits auf Großbeerener Boden." Der Geheime Oberbaurat blickte an sich herunter. Beinahe wäre er in einen riesigen Kuhfladen getreten. "Aha", erwiderte er. "Ich sehe aber nur Nebel und Regen."

Es nieselte leicht, als die drei Gestalten, Oberbaurat und Kammerdiener, sowie ein Landvermesser, durch den lehmigen Boden voran stapften. "Der Gesandte des Königs, seine Exzellenz der Geheime Oberbaurat Eytelwein", rief der Kammerdiener in den Nebel laut aus, worauf hin ihn Eytelwein heftig am Ärmel zog. "Verrückt oder was?! Denkt wohl, dass mich jeder hier kennt, bin doch keine königliche Majestät. Womöglich wartet mir noch dieser sogenannte Geist von Beeren auf. Dann muss man sich diese Geschichten à la Münchhausen anhören, oder Neuigkeiten seiner absurden Streitigkeiten. Ruhe und Diskretion also."

So stapften sie schweigend durch schlammigen Grund, bis Eytelwein aufforderte, den König zu zitieren: "Zitat Lieblingssatz." Nur der Kammerdiener wusste worum es ging, und er kannte auch die Angewohnheit seiner Majestät, die Personalpronomen während der Rede wegzulassen, was manchmal Anlass für Verwirrungen bot. So begann er das Bonmot des Königs zu zitieren: "Jeder Staatsdiener hat doppelte Pflicht: Gegen den Landesherren und gegen das Land..." "Gegen das Land", wiederholte der Oberbaurat halb zu sich, entzückt, als wenn er die Worte nicht kennen würde. "Fahren Sie fort." "Kann wohl vorkommen", so der Kammerdiener weiter, "dass die nicht vereinbar sind, dann aber ist die gegen das Land die höhere." "Ausgezeichnet", entfuhr es dem Landvermesser, der nicht wusste, wie er mit seiner Exzellenz am besten reden sollte. Da niemand ihm erwiderte, dachte er vielleicht etwas Dummes gesagt zu haben, und wollte fortan lieber schweigen.

Sie hatten nach einer kleinen Anhöhe den Kirchhof erreicht. "Hier", setzte der Kammerdiener wieder zur Rede an. "Hier kämpfen die Bauern und Soldaten tapfer für Preußens Gloria. Ein Geniestreich General von Bülows führte die Truppen..." Abermals zog Eytelwein den Kammerdiener am Ärmel, diesmal etwas heftiger. "Seine Majestät wünsche den Namen Bülow nicht zu nennen. Selbiger hatte schlicht Befehle missachtet." "Wenn ich einwenden darf", meldete sich nun der Landvermesser zu Wort, während ihn der Kammerdiener seiner Exzellenz mit heftigem Handwinken davon abzubringen versuchte. Der Landvermesser wollte seinen Fauxpas von vorhin wieder ins rechte Licht rücken. "Eure Exzellenz geruhten doch selbst zu bemerken: die Pflicht gegen das Land sei die größere. Ohne sein Eingreifen würden wir hier nicht stehen." Der Kammerdiener sackte zusammen, und zog die Schultern nach oben. "Wir sind hier", zischte Eytelwein, "um den getreuen Untertanen seiner Majestät ein Denkmal zu setzen. Also: walten Sie ihres Amtes. Wenn ich einen Landvermesser um Rat frage, dann möge er sich melden."

Der Kammerdiener atmete kurz erleichtert auf, während der Landvermesser hastig einige Instrumente aus der Tasche zog. Geflissentlich machte er große Schritte, blieb kurz stehen, und schritt ein unsichtbares Viereck ab. "Was meinen eure Exzellenz hierzu?", fragte er sodann.

Mürrisch ließ Eytelwein ihn wissen, "dass er nur gekommen ist, um einen Platz für ein Denkmal zu finden."

"Ich glaube Exzellenz", erwiderte der Kammerdiener, "dass er nicht so recht weiß wohin damit." "Na, neben die Kirche natürlich, wie jedes Denkmal", antwortete der Oberbaurat.

"Wenn ich hier abermals einwenden darf", stotterte der Landvermesser, "Großbeeren hat keine Kirche mehr. Sie wurde in dem sieben Jahre währenden Krieg durch Kosaken niedergebrannt." Eytelwein lief rot im Gesicht an, erkannte jetzt aber durch den langsam sich lichtenden Nebel die Kirchenruine und ein kümmerliches Gerüst, in dem zwei Glocken hingen.

"Aha", murmelte er, überlegte kurz und sagte zum Kammerdiener gewandt: "Lassen Sie seiner Majestät unverzüglich ausrichten, wie es hier mit der Kirche steht. Möge seine Majestät, der Markgraf von Brandenburg und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches, Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, seine diesbezüglichen Dispositionen treffen."

Manfred Michael

Krischan Orth

 

1. Teil

9. Oktober 1760 eine Nacht im Siebenjährigen Krieg

Es dunkelte bereits, als Pfarrer Parisius nach dem Federkiel griff. Er strich über das weiße Pergament. Die Feder quoll vor schwarzer Tinte. Dann legte er sie wieder beiseite. Sein Blick wanderte über einen Stapel geordneter Blätter: Die vergilbten Schriften seiner Vorgänger. Hauptsächlich fanden sich dort Schriften des Pastors Kortum aus dem 18. Jahrhundert. Draußen, im Schatten, harrten Giebel und Turm der Kirche. 78 Jahre sind eine lange Zeit, dachte Parisius. So lange stand die neue Kirche hier. Beinahe so lange, wie es hier keine gab. Dann drehte er die Öllampe etwas heller, und kratzte mit der Feder auf das Papier: "Die Kirche zu Großbeeren." Seine Hand stockte. Wenn man von der Kirche schreiben will, dann muss man von der Ruine schreiben, die zuvor dort stand. Und wenn man von der Ruine schreiben will, muss man von der Kirche schreiben, die Ruine wurde. Das war klar. Also Kirche, Ruine, Kirche...Parisius runzelte die Stirn. Was würde wohl in 100 Jahren an ihrem Platz sein? Unvorstellbar. Mitten in diese Überlegungen drang von draußen ein unbestimmter Lärm ein. Wie der dumpfe Niederschlag hunderter Hufe. Vereinzelte Schreie durchschnitten die Nacht: "Sie kommen." Der Pfarrer eilte die Treppe hinunter ins Freie. Kleine Sterne tanzten am Horizont. Je größer sie wurden, desto lauter wurde das rhythmische Hämmern der Pferdehufe. Er hatte den Eindruck, dass die Erde beben müsste. Die nahenden Reiter warfen ihre Fackeln auf die Strohdächer und drangen in die Gehöfte ein. Bald strömten sie auf die Dorfstraße, die ersten Häuser gerieten in Brand. Mit dem Kantschu peitschten sie jeden, der in ihre Nähe geriet oder einen Löschversuch unternehmen wollte. Betäubt vom Geschehen drückte sich Parisius in den Schatten der Friedhofsmauer. Ein Gefühl der Unwirklichkeit beschlich ihn. Was war passiert? Im Schein ihrer Fackeln sah er ihre hohen, als Papacha bekannten Fellmützen. Ihre blauen Uniformen wirkten abgenutzt. Unaufhörlich knallten ihre Peitschen. Er kannte sie aus Beschreibungen und Bildern. Es mussten Kosaken sein. Einer von ihnen deutete auf die Kirche. Schon sammelte sich ein Pulk und es schien, als wenn sie genau auf Parisius zu hielten. Unter Gejohle galoppierten sie auf die Kirche zu, sprangen über die Mauer und warfen Fackeln auf ihr Dach. Parisius drehte sich um. Sofort griffen die Flammen auf den Turm über. Er schwitzte, als wenn die Hitze der Flammen in seinem Gesicht loderten... Da öffnete er die Augen. Es war Morgen. Er musste über der Lektüre Kortums am Schreibtisch eingeschlafen sein. "Was für ein schrecklicher Alb", raunte der Pfarrer. Sofort ergriff er die Feder, aber die Tinte war getrocknet. Er blätterte noch einmal in den Aufzeichnungen von seinem Vorgänger. Dann begann er zu schreiben. "Die Glocken waren beim Brande geschmolzen und in die Asche geflossen. Man suchte das Glockengut mühsam zusammen und ließ mit Hilfe eines kleinen nach dem Kriege geretteten Kapitals von etwa 80 Thalern zwei neue Glocken gießen, die man in einem Holzgerüst neben der Kirchenruine aufhing. Das geschah 1767 und 1770."

Krischan Orth

Manfred Michael

RSSPrint

Letzte Änderung am: 16.07.2020