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Gedanken zum Monatsspruch - Celine van der Hoofd "

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende." Prediger 3,11

Gott hat alles schön gemacht ... schon seit zwei, drei Wochen "brüte" ich über diesem Monatsspruch. Aber ich habe Schwierigkeiten, dieses "schön gemacht" mit der Realität in Verbindung zu bringen. Ja, sicherlich es gibt so viel Schönes zu sehen. Doch dann holt mich die Realität ein. Und ich bin mitten bei dem, was mich schon seit Wochen umtreibt und so gar nichts mit schön zu tun hat. Seit Monaten hat es nicht mehr ausreichend geregnet. Die Bauern klagen. Das Gras verdorrt, die Ackerfrüchte sind zu klein... Im Fernsehen zeigen sie Bilder, wie tonnenweise Plastikmüll auf dem Meer treibt. Unser Plastikmüll! Wir sehen riesige Waldbrände, es wird über die Hitze gesprochen, über den Klimawandel... Eigentlich drückt der Monatsspruch von Oktober eher meine Stimmung aus: Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. (Psalm 38,10). Ja, ich sehne mich nach einer Welt, die in Ordnung ist. Ich sehne mich nach einer Erde, die nicht dem Untergang geweiht ist. Ich sehne mich nach einer Menschheit, die den Frieden sucht. Ich sehne mich nach Regierungen, die auch in die Zukunft denken. Doch dann merke ich, wie gesegnet ich doch als gläubiger Christ bin. All das, was ich mir ersehne, was heute den Blick auf das Schöne trübt, all das gehört im Monatsspruch Oktober der Vergangenheit an. Und plötzlich mutet mich auch der Monatsspruch für September nicht mehr so paradox an. Wie heißt es da doch weiter: ...der Mensch kann nicht ergründen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende... Ja, als Christ kann ich die Realität, die unschöne Wahrheit und unser Versagen in Bezug auf unsere Erde aushalten, weil ich darauf vertrauen kann, dass Gott sein Werk tut. Er hat es angefangen mit der Erschaffung unserer Welt, er hat es fortgeführt mit der Geburt, dem Tod und der Auferstehung seines Sohnes und er wird es auch zu Ende bringen. Und deswegen ist in diesem Text auch von der Ewigkeit die Rede. Was Gott tut, ist auf Dauer angelegt, sein Handeln und Denken reicht weit in die Zukunft und dabei geht nichts und niemand verloren von seiner Schöpfung. Ja, Gott hat alles schön gemacht und zu seiner Zeit werden wir auch begreifen, wie schön Gott wirklich alles geschaffen hat. Ich freue mich darüber. Seien Sie gesegnet und möge Gott Ihnen diese Freude an seiner Schöpfung nie vergehen lassen.

Letzte Änderung am: 03.09.2018