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Gedanken zum Monatsspruch Juli

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“  Hebräer 13,2 

Sie hatten sich daran gewöhnt, damit abgefunden, kein gemeinsames Kind zu haben. So lief alles seine Bahn. Ursprünglich hatten sie es anders geplant. Die Zukunft wollten sie gewinnen, besser sollte es werden. Die Welt wollten sie verändern..., als sie noch jung waren. Nun waren sie alt... Und dann kamen die anderen, die Fremden, und baten um Speis und Trank und um sicheres Nachtlager. Und sie baten die Fremden zu bleiben, luden sie zu sich ein. Denn Gastfreundschaft war ihnen heilig geblieben...

Das haben wir als Land 2015 auch getan. Gastfreundschaft geübt. Mit Elan und Euphorie! Nun sind wir müde. Viele jedenfalls. Und die, die aus Angst große Bedenken hegen, werden immer lauter. Darum rufen sie "Skandal!" ... "Skandal!" ... und malen genüsslich Katastrophen an die Wand. Sicher. Es wurden Fehler gemacht. Das Chaos war groß. Allerdings nicht größer als die Herausforderung, finde ich. Im Verhältnis zur Größe der Jahreslosung "Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." Offenbarung 21,6

Herausforderung hat unsere Bürokratie einen guten Job gemacht, finde ich. Womöglich sehen Sie das ganz anders. Dann müssten wir uns jetzt anständig streiten können. Geht hier aber nicht. Darum lassen wir die Politik mal beiseite. Auch der Hebräerbrief will keine Politik machen. Er will an eine im wahrsten Sinne des Wortes wunderbare Tatsache erinnern. Das wir nie wissen können, wem wir begegnen. Habt keine Angst, sagt er. Vergesst nicht: Engel sind unterwegs! Und das müssen keine Männer mit Flügeln sein. Gut. Dann überlegen wir mal, Sie und ich, wann sind wir das letzte Mal Fremden begegnet. Nicht nur beim Vorbeigehen auf der Straße. Ich meine im Gespräch, als wirkliches Gegenüber. Wann sind wir das letzte Mal von Fremden um Hilfe gebeten worden? Und wie ist es uns dabei ergangen? Waren Engel dabei? Ich glaube ja. Bei mir schon. Nicht viele. Aber Engel sind ja von ihrem Wesen her ohnehin eher selten, habe ich gehört. Und meistens wissen sie selbst nicht, dass sie Engel sind, hin und wieder. Gott legt sich da ja nicht fest. Er macht eben nur gern Fremde zu Kurzzeitengeln. Vorausgesetzt, wir geben ihm die Chance dazu und vergessen die Gastfreundschaft nicht. Wer weiß. Vielleicht haben wir im kommenden Sommer Gelegenheit dazu. Lassen wir sie nicht verstreichen. Und wenn Sie dann einem Engel begegnet sind, erzählen Sie es mir. Ich sammle solche Geschichten. Wir erzählen sie uns zu selten, finde ich.

... die Fremden dankten den beiden ihre Gastfreundschaft mit guten Gesprächen und einer überraschenden Botschaft. Sie sollten doch noch Eltern werden. Das änderte natürlich alles. Sie mussten sich umstellen. Ihr Leben neu denken. Das war anstrengend. Aber es veränderte die Welt. Denn das Kind öffnete neue Horizonte. Und das war wunderbar. Nicht nur. Nicht immer. Nicht überall. Aber im Grunde, im Grunde schon. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, schauen Sie nicht auf unsere Internetseite. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und lesen Sie im 1. Buch Mose die Kapitel 18 und 19.

PS: Sie haben vielleicht bemerkt, dass ich mir meine Gedanken zum Monatsspruch Juni gemacht habe und nun auf unseren Kalendern schon Juli steht. Aber erstens ist mir das erst im Nachhinein aufgefallen. Und zweitens ist es schade, gerade diesen Monatsspruch zu übergehen, finde ich.

 

Letzte Änderung am: 02.07.2018