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RSSPrint

Sonnabend, 6. April • 17 Uhr

komos kollektiv: Mark Kagan / Stefano Cucuzzella

100 Jahre 1. Weltkrieg


Vor 100 Jahren zu Ende gegangen, unterbrach oder beeinflusste der Erste Weltkrieg das Schaffen vieler Künstler – eine Tatsache, die die in diesem Programm vorgestellten Komponisten verbindet.
Zoltán Kodály, ein wichtiger Vertreter der osteuropäischen Volksmusik- Forschung, unternahm an der Seite Béla Bartóks, mit einem Edison-Phonograph und Notenpapier bewaffnet, Feldforschungen in Ungarn, um den Volksgesang der Bauern aufzuzeichnen. Diese Erfahrungen prägten ab 1910 seinen eigenen Stil, bis der Erste Weltkrieg in seinem Schaffen, wie auch in dem Erwin Schulhofs oder Maurice Ravels, eine scharfe Zäsur brachte.
Erwin Schulhof, der in der Nachkriegszeit zum wahren enfant terrible der europäischen Künstlerszene wurde, gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten der 20er Jahren, gleichermaßen mit der Moderne, dem Jazz oder der Volksmusik vertraut.
Einen großen Bruch brachte der Weltkrieg auch im Schaffen Maurice Ravels: die Sonate für Violine und Violoncello, erstmals 1922 aufgeführt, war eines der ersten Werke, die der Komponist nach seiner eigenen Kriegserfahrung schuf, und markierte in seinem Stil "einen entscheidenden Wendepunkt", wie Ravel selbst erkannte. Vor allem mit seiner Produktion vor 1914 verglichen, bemerkt man die Bemühungen des Komponisten, neue Mittel und eine neue Sprache zu finden.
 
  • Zoltan Kodaly: Duo op. 7 (1914)
  • Erwin Schulhoff: Duo (1925)
  • Maurice Ravel: Sonate "A la mémoire de Claude Debussy" (1920-22)
 
Mark Kagan wurde in Sankt Petersburg geboren und bekam ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Als Achtjähriger kam er mit seiner Familie in die USA, wo er in Fremont, Kalifornien seinen Schulabschluss machte. Sein Violinstudium begann Mark an der Rice University in Houston bei Sergiu Luca, später setzte er dieses an der DePaul University in Chicago in der Klasse von Ilya Kaler fort und schloss es sehr erfolgreich mit einem Master of Arts ab. Es folgten mehrere Meisterkurse, unter anderem an der Mozarteum Sommerakademie in Salzburg bei Vadim Gluzman, am Mimir Chamber Music Festival und Heifetz International Music Institute in den USA bei Grigory Kalinovsky und Elmar Oliveira. Während des Studiums in Chicago spielte Mark im Civic Orchestra of Chicago und war Teil eines von der Cellistenlegende Yo-Yo Ma geleiteten kammermusikalischen Ensembles, dessen Anliegen es ist, klassische Musik in Schulen und somit Kindern und Jugendlichen näher zu bringen. In Berlin ist er zurzeit freiberuflich tätig in verschiedenen Orchestern u.a. bei dem Deutschen Kammerorchester Berlin und Brandenburger Symphonikern. Mark Kagan spielt eine Violine des Pariser Violinbauers Télésphore Barbé aus dem Jahre 1867.
Der italienische Cellist Stefano Cucuzzella erhielt mit 10 Jahren seinen ersten Cellounterricht. Er schloss in Weimar bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt sein Musikstudium ab, weitere Anregungen erhielt er bei Meisterkursen von P. Wispelwey, W. Boettcher, J.P. Maintz oder P. Bruns. Seit 2009 Stipendiat des DAAD, hat er regelmäßig an den bekanntesten Musikfestivals (Schleswig-Holstein, Verbier, Zermatt, MMCJ) teilgenommen, und hat darüber hinaus wertvolle Erfahrung in deutschen Spitzenorchestern gesammelt. Vielseitig interessiert, widmet er sich in gleichen Teilen der Musikwissenschaft, dem Musikmanagement aber vor allem der Kammermusik, die seine größte Leidenschaft bleibt. In den unterschiedlichsten Besetzungen ist er beispielsweise in Italien, Deutschland, Schweiz, England und Japan aufgetreten.          Fotos: Peter Adamik

Scheunenrock

Freitag, 3. Mai 2019

Beginn: 18 Uhr Einlass: 17 Uhr

Sonnabend, 4. Mai 2019

Beginn: 17 Uhr Einlass 16 Uhr

Ort: Ruhlsdorfer Str. 2. Großbeeren

Letzte Änderung am: 11.03.2019